Rudis Pläne

 

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahresende naht – demnächst beginnt wieder ein neues Jahr. Noch haben Sie 14 Tage Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Die guten Vorsätze, die einem später gelegentlich für einige Minuten Magendrücken oder ein schlechtes Gewissen bescheren, helfen erfahrungsgemäß wenig – weil sie meist nur bis höchstens Mitte Januar halten und dann erst zum Jahresende wieder auftauchen.

Um Ziele zu erreichen, braucht man kein schlechtes Gewissen, sondern eine geeignete Vorgehensweise! Es ist deshalb viel besser, sich vorher ausreichend Gedanken zu machen, als nachher zu jammern.

Nutzen Sie Ihren entscheidenden Vorteil, sich für Erziehungsmaßnahmen, Disziplin und Selbstdisziplin zu interessieren, und wohl besser als so manch andere zu wissen, wie man sich selbst (oder andere) motivieren kann.

Lesen Sie dazu (nochmals) meinen Blog vom 28.12.14 Gute Vorsätze“.

 

Heute die beispielhafte Geschichte von Rudi, wie er letzten Dezember seine Pläne für das (nun vergangene) neue Jahr schmiedet.

 


 

Rudis Pläne

Das neue Jahr kommt bestimmt und damit die übliche Rückschau auf das vergangene mitich wollte“ und hätte ich doch“, sowie den üblichen man müsste“, man sollte“, wenn ich doch“ und schließlich ich hätte eigentlich … sollen …“. Das Ergebnis ist auch das übliche – Katzenjammer, dass überhaupt nichts oder viel zu wenig davon passiert ist.

Anfang Dezember hat sich Rudi etwas vorgenommen: Heuer will er es anders angehen. Noch vor der Weihnachtshektik beginnt er mit einer groben Vision, wohin ihn das nächste Jahr führen könnte:

  • Was würde ich gerne erreichen?
  • Was will ich in meinem Leben / an mir selbst verändern?

ER würde dabei bestimmen, was er will – niemand sonst. Vielleicht das Erlernen von Fertigkeiten, der Ausbau seiner besten Fähigkeiten, das Abstellen lästiger Gewohnheiten, das Verändern eines unerwünschten Verhaltens oder einer Eigenschaft, etwa seines Körpergewichts. Keinesfalls soll ihm nochmals passieren, dass er eigentlich etwas unbedingt vollbringen will und durchaus auch könnte – aber es letztendlich dann doch und nur deshalb nicht schafft, weil er die dafür nötige Selbstdisziplin nicht aufbringen kann.

Rudi beginnt, intensiv über Verhalten und Verhaltenssteuerung nachzudenken.

Jede seiner Handlungen kann wohl als

erwünscht – (ausdrücklich) erlaubt – (insgeheim) geduldet – unerwünscht – verboten

klassifiziert werden – und das auf verschiedenen Ebenen. Der Staat, die Politik, die Gesellschaft, Freunde, der Partner, ein Mentor – alle haben jeweils ihre eigenen Interessen und Vorstellungen, und setzen dafür unterschiedliche Durchsetzungs- oder Manipulationstechniken ein. Doch er ist ein Fan der Selbstbestimmung: Schließlich wird ER entscheiden, welche Einschätzung für ihn selbst gilt!

Dabei ist auch das Risiko zu bewerten:

  • Erzeugt/vermehrt das Verhalten eine Gefahr für Leib und Leben (für ihn selbst / für andere)?
  • Für die Gesundheit?
  • Für Vermögen?
  • Drohen Sanktionen?
  • Ist das Vorgehen / das Ergebnis dieses Risiko auch wert?

 

Vor diesem Hintergrund

– will er selbst auswählen, was er erreichen will,

– die Vorgehensweise planen

– und dann das Projekt durchziehen!

 

Also,“ denkt Rudi, was steht an?“

Er nimmt ein Blatt Papier und beginnt, seine Ideen aufzuschreiben.

  1. Im Juni will er mit seiner Freundin Marie nach Spanien auf Urlaub fahren, und dort auch Land und Leute kennen lernen. Da wäre es sehr günstig, etwas Spanisch sprechen können, eine Sprache, von der er derzeit noch keine Ahnung hat.
  2. Sein Gewicht hat er bereits um einiges reduziert und stabilisiert, es ist aber noch etwa 2,5 kg von seinem Zielgewicht entfernt.
  3. Das Rauchen ist bereits auf 5 Zigaretten pro Tag eingeschränkt. Ob er da versuchen sollte, ganz aufzuhören?
  4. Mit Marie wäre zu besprechen, wann sie zusammenziehen werden, wofür eine gemeinsame Wohnung zu planen ist. Würden sie heiraten? Über Kinder waren sie sich einig – die sollten noch etwa drei Jahre aufgeschoben werde.
    Viel Vorbereitung benötigt der Task nicht – Rudi will einfach mit ihr zusammen sein, und sie kann gerne entscheiden, ob das in einer Ehe oder in einer Lebensgemeinschaft stattfinden soll. Auch bei der Wohnung ist er flexibel und hat wenige Bedürfnisse – je nach Maries Wünschen ist dann eben zu prüfen, wie man das Vorhaben finanzieren kann.
  5. Soll er mit ihr seine kinky Vorlieben besprechen? Das eine Mal, als sie einige bereits verblassende Striemen auf seinem Hintern sah, bemerkte er zwar kein Erschrecken, aber doch vielleicht eine gewisse Verständnislosigkeit in ihrem Blick. Und sie sprach das Thema nicht an. Verlieren will er Marie deswegen sicher nicht. Es wäre sehr fein, wenn sie auch hier harmonierten, doch schlimmstenfalls muss er seine Selbstdisziplin eben weiter alleine betreiben und sichtbare Spuren vermeiden.
  6. Beruflich wäre es Zeit für einen weiterer Aufstieg. Sein Wissen und Können auf seinem Spezialgebiet ist exzellent, auch mit Mitarbeitern kommt er gut zurecht. Diese Fähigkeiten zusammen mit seiner Stabilität und Stressresistenz sind für die Firma in Verhandlungen und in der Projektabwicklung nicht nur vorteilhaft, sondern mittlerweile geradezu unentbehrlich. Kommendes Jahr wird er das Thema ansprechen – falls man ihm nicht ohnedies von selbst etwas anbietet. Er muss nur aufpassen und darf nicht allzu lange auf ein Angebot warten – für Karrieregespräche gibt es in der Firma nur jeweils kurze günstige Zeiten.
  7. Seine Eltern sind betagt – genauere Überlegungen und Gespräche darüber, was wäre wenn, sind deshalb anzustellen.

Tja – das ist eine ganze Menge – abgesehen von dem ganzen Kleinkram, der ohnedies laufend auf einen einprasselt!

Jetzt hat Rudi eine grobe Vorstellung davon, was im nächsten Jahr alles passieren soll. Die Punkte wird er nun priorisieren und ordnen – denn nicht alles ist gleich wichtig und gleich dringend.

Dringend und zeitaufwändig erscheint Punkt 1. Wenn er mit Spanisch nicht bald beginnt, wird er bis zum Urlaub nichts Brauchbares erreichen.

[Wenn Ihnen die folgende Ausführungen zu langatmig sind – lesen Sie doch einfach bei „Nun zu Spanisch“ weiter].

Besonders wichtig sind wohl die Punkte 4, 6 und 7.

2 und 3 – Gewicht und Zigaretten – sind hingegen nicht vordringlich: Hauptsache, er kann den derzeitigen Stand gut halten. Weitere Verbesserungen können auf ruhigere Zeiten warten.

Punkt 5 benötigt die Überlegung, wann dafür ein günstiger Zeitpunkt sein könnte oder wie er das Umfeld schaffen kann, um einen ersten Versuchsballon zu starten. Man kann ja selbst Vanillas“ vorsichtig an für einen selbst aufregende Themen heranführen und die gemeinsamen Wünsche und Grenzen herausfinden – doch überfordern will er Marie keinesfalls!

Nach diesem Überblick beschließt Rudi,

  • sich parallel nur auf wenige Ziele zu konzentrieren – sobald er diese erreicht hat, kann er ja dann die nächsten angehen;
  • in den nächsten Tagen genügend Zeit für die genauere Planung seiner Vorhaben freizuhalten – da ist dann immer noch ein wenig Zeit für die Vorbereitungen bis zum Jahreswechsel.
  • Wie für ihn aus der Projektabwicklung klar, braucht jedes der Ziele fürs nächste Jahr ein Start- und ein Endedatum, sowie eine
  • Überprüfungsmöglichkeit, ob es erreicht wurde.

Kurz nach Weihnachten – am 26.12. – beginnt er mit der konkreten Planung.

Er fixiert die Starttermine für die zeitlich kritischen Punkte zuerst:

  • Spanisch muss er sofort beginnen.
  • Seine Karriere wird er mit seinem Vorgesetzten im April besprechen – da sind üblicherweise gute Chancen auf eine Veränderung.
  • Die Zukunft mit Marie wird wohl ein Dauerthema – den Start will er nicht lange aufschieben und legt ihn auf den 6.1. – es ist einfach Zeit, sich dieser Frage zu stellen. Die weiteren Schritte sind aber derzeit noch nicht planbar. Wenn das Zusammenziehen fixiert ist, werden sie das wohl im Bett feiern und die Hochstimmung bietet Rudi dabei womöglich eine gute Gelegenheit, seine Vorliebe für Disziplin anzusprechen.
  • Seine Eltern haben bei den bisherigen gemeinsamen Überlegungen über ihre weitere Zukunft stets den Wunsch nach einem möglichst langen Verbleiben in ihrer gemeinsamen Wohnung betont. Dafür sind allerdings einige bauliche Maßnahmen erforderlich, etwa Bad, Klo und die Schlafzimmertüre zu adaptieren. Dazu wird Rudi mit ihnen zusammen Anfang Februar die notwendigen Schritte festlegen. Die Ausführung könnte man dann für den Herbst planen – Beginn somit 1.9., Ende 1.12.
  • Gewicht und Zigaretten zu reduzieren, ist derzeit nicht vordringlich. Allerdings möchte Rudi das erreichte Niveau strikt einhalten – es war mühsam genug, es zu erreichen! Eine etwaige weitere Reduktion verschiebt er auf die Zeit nach dem Urlaub. Neu zu bewerten somit 1.7.

Er trägt die Daten in seinen Kalender ein.

Nun zu Spanisch.

Ziel ist es, bis 30.5. – dem Beginn seines Urlaubs – genügend Spanisch zu sprechen, um im Land problemlos einkaufen zu können.

Wie viel Zeit will und kann er investieren? Wann (täglich / nur am Wochenende / …)?

Welche Möglichkeiten gibt es? (Sprachkurs, selbständiges Lernen, Lehrer, Spanisch sprechende Bekannte,… – alles hat Vor- und Nachteile, wahrscheinlich muss er ja für einen Erfolg mehrere Arbeitsweisen kombinieren).

Start: Sobald wie möglich, also 1.1.

Vorher Recherche über die verschiedenen einsetzbaren Hilfsmittel.

Entscheidung über die einzusetzenden Hilfsmittel bis 1.1.

Ende des Projekts (zumindest der ersten Phase) 30.5.

Jetzt plant er einmal für die kommenden 5 Monate – also etwa 20 Wochen – grob voraus.

a) Er wird einen Spanischkurs besuchen, der gleich Anfang Januar startet. Der findet ein Mal pro Woche statt und wird ihm die Aussprache nahebringen und Fehler beim Selbststudium vermeiden helfen.

b) Das meiste wird er sich aber im Selbststudium aneignen, wodurch er zeitlich flexibel bleibt, was für seine berufliche Tätigkeit wichtig ist. Dazu hat er nach Rücksprache mit einem Spanisch sprechenden Bekannten ein Sprachbuch mit Audiounterstützung ausgewählt, das den gewünschten Sprachumfang abdeckt.

Zu planen sind nun regelmäßige Übungseinheiten – am besten täglich zur selben Zeit. Dann bildet sich nach einer Weile die nötige Routine, die das Lernen gut unterstützt. Doch bis sich eine Gewohnheit wirklich voll ausgebildet hat, muss er wohl 20 bis 30 Mal üben.

Hm. Ist der Plan überhaupt realistisch? Sonst muss er wohl einen anderen Weg überlegen (etwa doch einen Intensivkurs buchen – aber das geht wegen seiner Arbeit nicht) oder eventuell auch bereits jetzt den Plan verwerfen. Die Alternativen sind, die Spanienreise zu verschieben, seine Freundin gegen eine zu tauschen, die Spanisch spricht (hi, hi!) oder gleich im Schwarzwald Urlaub zu machen.

Wenn er die Aufgabe überschlägt, wird sie wohl gar nicht so leicht zu bewältigen sein. Um sich halbwegs verständlich machen zu können, benötigt man üblicherweise mindestens 800 gut ausgewählte Wörter. 800 Vokabel in zirka 20 Wochen zu erlernen, bedeutet immerhin 40 Vokabel pro Woche! Und es sind ja nicht nur jeweils 40 Wörter neu zu erlernen, sondern ebenso Grammatik und Aussprache, und außerdem muss er laufend alle bereits gelernte Wörter wiederholen und üben.

Hm – das wird ein ambitioniertes Projekt!“, brummt er in sich hinein. Damit das funktionieren kann, werde ich monatliche Kontrollen über die erreichten Teilziele einführen. Dazu setze ich am letzten Samstag des jeweiligen Monats Prüfungen an, somit am 31.1., 28.2., 28.3., 25.4. und zum Abschluss am 30.5.“, legt er fest.

Er plant dazwischen auch wöchentliche Tests: Welche Lektion will er bis Ende Kalenderwoche 1, 2, 3, … bearbeitet haben? Wie prüft er die neuen Vokabel? Wie den laufend zu wiederholenden gesamten Wortschatz? Welche Aufgaben gibt es an den einzelnen Tagen? Die Tests dazu plant er jeweils für die Samstage, an denen keine Prüfung stattfindet.

Er fixiert auch bereits einen Standard: Die Anzahl der Vokabel erscheint zwar zum Erlernen groß, doch für die Verständigung gering. Er benötigt deshalb möglichst jedes einzelne Wort davon, um gut kommunizieren zu können. Bei Tests oder Prüfungen 5% nicht zu wissen, ist deshalb bereits ein Manko, 10% nicht zu können, ist wohl als völlig unzureichend anzusehen.

Sobald er die Planung auf der Ebene wöchentlicher Tests und monatlicher Prüfungen für definierte Teilaufgaben im Kalender vermerkt hat, weiß Rudi, dass er diesen Vorsatz durchziehen wird.

Für das Absolvieren der täglichen Übungseinheiten und für die Ergebnisse der Tests und der Prüfungen wird er entsprechende Belohnungen, aber auch strenge Sanktionen vorsehen – das wird ihn fest bei der Stange halten!

Doch wie soll er sich für die Aufgabe motivieren? Klar ist, er muss mindestens 3, besser 4 Übungseinheiten pro Tag schaffen: Eine mit neuem Stoff – wahrscheinlich die längste -, eine zum Üben des neu Erlernten (Hausaufgaben“) und eine oder zwei für die Wiederholungen. Mit weniger Arbeit ist das Ziel nicht zu schaffen. Jede Einheit weniger als 3 pro Tag wird deshalb bestraft!“, nimmt er sich vor.

Er entscheidet sich, für jeden Test und jede Prüfung, die mindestens zu 95% fehlerlos sind, zur Belohnung ein goldenen Stern auf das Testheft zu kleben. Sieht zwar richtig kindisch aus“, denkt er, irgendwie freue ich mich aber darüber. Es macht mich stolz auf das bereits Erreichte, und es wirkt. Außerdem darf ich zur Belohnung dann am nächsten Morgen – da ist ja Sonntag – eine halbe Stunde länger im Bett bleiben. Ha, ha – noch länger als jetzt geht aber gar nicht, also muss ich festlegen, dass ich ab sofort sonntags immer eine halbe Stunde früher auf muss, damit ich mich für eine gute Leistung überhaupt belohnen kann!“

Für Testergebnisse zwischen 90 und 95% richtiger Antworten gibt es einen silbernen Stern, aber keine weitere Vergünstigung. Für jede schlechtere Arbeit erwartet ihn ein schwarzer Stern – plus eine heftige Bestrafung! Die Sterne bieten ihm zusätzlich einen guten Überblick über seinen Lernverlauf.

Er wird gleich mit ganzer Kraft anfangen und sich nichts durchgehen lassen! Schwarze“ Pädagoginnen, die sich gut auf Disziplin verstanden, wussten immer schon, dass man gleich von Beginn weg hart durchgreifen muss; nachlassen kann man dann immer noch (dazu gab es aber ohnedies nie eine Notwendigkeit – wozu auch?). In Das Internat – Erziehung für Erwachsene“ hat er unlängst im Kapitel Der Erziehungs-Workshop“ gelesen – und es hat ihm richtig gefallen – , wie es Emily gelingt, die Aufmerksamkeit ihrer Workshop-Teilnehmer mit fester Hand ganz schnell auf den Lerngegenstand zu konzentrieren.

 

 

Bleibt noch die kritische Aufgabe, das rigorose Selbstdisziplinsystem über die gesamte Zeit konsequent aufrecht zu erhalten. Das ist nicht einfach, und ein Partner oder ein Mentor wären dabei sehr hilfreich. Da er jedoch zumindest derzeit niemanden zur Verfügung hat, wird er sich vom PC-Programm Konsequente Erziehung“ motivieren lassen. Jeder schwarze Stern, aber auch jede versäumte Übungseinheit bringen ihm zusätzlich zu der vorgesehenen Prügelstrafe je einen Strafpunkt und damit weitere Strafen ein.

Zur Erleichterung der ohnedies schwierigen Aufgabe und um sich nicht zu sehr zu überfordern, hat er andererseits ja die weitere Zigaretten- und Gewichtsreduktion ausgesetzt. Eine Überschreitung des aktuellen Grenzwertes würde er allerdings in beiden Fällen ebenfalls hart sanktionieren.

 

Er will jedenfalls einen Erfolg! Ein leises Sterbenlassen seiner Vorsätze wird er nächstes Jahr keinesfalls mehr tolerieren!

Er startet Konsequente Erziehung“ und trägt die neuen Vorschriften und Regeln ein.

Ja, diesmal wird er die festgelegten Ziele erreichen!


 Wenn Sie für Weihnachten noch für sich selbst oder Ihre(n) Liebste(n) Do-It-Yourself Strafinstrumente oder Anregungen und Spielideen suchen, werfen Sie dazu doch auch einen Blick in meine Bücher: Melanie muss abnehmen“ + Melanie II“ + Das Internat – Erziehung für Erwachsene“. Hier finden Sie sicher noch einige interessante Möglichkeiten.

Gute Vorsätze – und dann deren konsequente Umsetzung – wünscht Ihnen

Herbert

 

 

 

 

Disziplinsysteme 3 – „Konsequente Erziehung“

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Angela, Boutiquebesitzerin in der Salzburger Innenstadt, ist wütend auf sich selbst. Soeben hat ihre beste Freundin sie angefaucht: „Man sollte bei dir die Erziehung gründlich nachholen – offensichtlich haben es deine Eltern verabsäumt, dir für dein unmögliches Benehmen gelegentlich den Hintern voll zu schlagen!“, bevor sie abrauschte und die Tür hinter sich zuknallte.

Auch keine nette Art,“ meint Angela. Aber so ganz unrecht hat Sabine ja nicht. Wieder einmal hatte sie ihr etwas versprochen und nun nicht gehalten.

Und Angelas Lebensgefährte hatte sich auch vor drei Wochen verabschiedet und gemeint, auf eine ständig zickige und nörgelnde Frau ab nun gerne verzichten zu wollen.

Das Schlimmste aber ist, findet Angela, dass sie in letzter Zeit auch mehrere Kundinnen vergrämt hat, mit schnippischen Bemerkungen, nicht eingehaltenen Terminen und mit Sturheit bei Reklamationen. Ihr Umsatz ist bereits im Sinken begriffen – und das mitten in der Festspielsaison. Wenn es so weiter geht, würde sie bald die Miete nicht mehr bezahlen können.

Früher war sie doch stets höflich gewesen, freundlich, ja zuvorkommend, aber in den letzten Monaten hatte sie sich wirklich gründlich verändert – und nicht zu ihrem Vorteil!

Vielleicht hat Sabine mit der Erziehung gar nicht so unrecht: Einer erfolgreichen Geschäftsfrau wagt niemand zu sagen, was sie zu tun hat oder was sie falsch macht. Und sie war sich selbst gegenüber wirklich allzu nachlässig geworden – sie ließ sich gehen.

Das muss wieder anders werden!“

Wo war denn gleich diese seltsame Annonce in der Zeitung – ah ja, hier:

Erziehungs-Institut

Was das wohl bedeutete? Bereits außerhalb der Stadt, keine Telefonnummer – hm, sie würde heute Abend einmal daran vorbeifahren.

Das Haus steht einsam da, das große Grundstück ist von einem hohen Zaun umgeben, das Gebäude hell erleuchtet. Angela findet es irgendwie aufregend und anziehend. Kurz entschlossen parkt sie nahe dem Gittertor, steigt aus und läutet.

Ja, bitte, Sie wünschen?“ kommt es über die Sprechanlage.

Ich habe Ihr Inserat gelesen und würde gerne mehr darüber erfahren!“

Bitte, kommen Sie herein!“

Angela wandert auf einem Kiesweg durch den parkähnlichen Garten, eine gut gekleideten Frau Anfang Dreißig öffnet ihr die Haustüre und führt sie in einen gemütlich eingerichteten großen Salon. „Nehmen Sie doch bitte Platz, der Herr Direktor wird Ihnen gerne Auskunft erteilen!“

Kurz darauf tritt ein groß gewachsener, schlanker Herr in dunkelgrauem Anzug ein und reicht ihr die Hand: „Bernhard Stock, ich bin der Direktor des Instituts,“ stellt er sich vor.

Angela springt reflexartig auf: „Angela Fürst, ich freue mich!“ kommt es fast schüchtern aus ihrem Mund.

Bitte, setzen wir uns doch – was darf ich für Sie tun?“

Ich kenne Ihr Inserat, aber viel habe ich daraus nicht entnehmen können – ich würde gerne mehr über Ihr Institut erfahren!“

Nun, das Institut besteht jetzt schon sechs Jahre, es beschäftigt sich mit der Verhaltensänderung bei Erwachsenen. Es werden zwei Vorgangs-Varianten angeboten.

Die eine ist das Internat. Wir betreuen hier derzeit 19 Zöglinge, Damen und Herren, die Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen verspüren, mit ihrem eigenen Verhalten unzufrieden sind oder sonstige Probleme mit ihrem Leben haben. Sie verbringen hier eine vorher vereinbarte Zeit von 3-12 Monaten, um ihre Verhaltensprobleme in den Griff zu bekommen. Wir definieren gemeinsam das individuelle Ziel und setzen zu seiner Erreichung Motivation und Strafe ein, insbesondere auch harte Arbeit und schmerzhafte Konsequenzen. Die Regeln sind sehr strikt, ihre Einhaltung wird scharf überwacht, und Verstöße werden unbarmherzig geahndet. Ich muss sagen, unsere Erfolge in der Verhaltensänderung beruhen im Wesentlichen genau auf dieser konsequenten Bestrafung jeglicher Abweichung.

Die andere Variante sind Wochenend-Workshops. Etwa einmal pro Monat veranstalten wir einen 3-tägigen Workshop, Freitag bis Sonntag. Dabei geht es um die Sensibilisierung für das eigene Verhalten, die Festlegung von Vorsätzen und Regeln und die Vorbereitung und Einstimmung auf die danach folgende Zeit der Selbstdisziplin. Dafür haben wir ein eigenes, dafür gut geeignetes PC-Programm, das wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars für die Begleitung ihres weiteren Lebens zur Verfügung stellen.“

Das klingt sehr interessant! Der Workshop – wann gibt es da Termine, und was kostet er? Und wie läuft die Sensibilisierung ab? Kann man auch aussteigen, falls es einem nicht behagt?“

Verhaltensänderung hat mit Erziehung zu tun, Erziehung mit Strafe und Strafe mit Unlust – jedes Fehlverhalten verursacht schmerzhafte Konsequenzen, so dass man dieses Fehlverhalten das nächste Mal vermeidet. Doch – im Gegensatz zum Internat, wo die Zeit vorher fixiert wird, – können Sie bei dem Workshop jederzeit aussteigen. Niemand wird Sie daran hindern abzubrechen – die Kursgebühr ist dann allerdings verfallen. Unsere Kosten entstehen weitgehend in der Vorbereitung und durch die Bereitstellung der Trainer, deshalb können wir bei einem Abbruch nichts refundieren.

Der nächste Workshop-Termin ist von Freitag 5. bis Sonntag 7. September. Die drei Tage kosten inklusive Übernachtung und Verpflegung 1.800,– Euro – nicht billig, das gebe ich zu, aber dafür arbeiten wir in Kleingruppen von maximal 4 Personen und stellen am 3. Nachmittag jedem Teilnehmer einen eigenen persönlichen Trainer zur Verfügung.

Das Internat ist im Verhältnis günstiger, denn die Zöglinge werden die gesamte Zeit über von uns zur Arbeit angehalten und ihr Verdienst deckt einen Großteil der Kosten ab. Somit bleibt nur eine Restzahlung übrig.“

Aha. Also vom Termin her ist der Workshop für mich interessant. Ich werde mir das Ganze aber noch überlegen. Bis wann muss ich mich entscheiden?“

Wir haben jetzt Mitte August – bis spätestens 1 Woche vorher, also bis 29. August müssten Sie das Seminar buchen und auch voll ausbezahlen.“

Gut, ich melde mich rechtzeitig, sofern ich teilnehmen möchte. Jedenfalls herzlichen Dank für Ihre Auskunft!“

Das ist ja selbstverständlich. Wir würden Ihnen gerne bei Ihren Problemen helfen!“

Die nächsten Tage und Nächte wälzt Angela die erhaltenen Informationen, ihren Ärger mit sich selbst und ihre Ängste vor dem unbekannten Verhaltenstraining. Strafen, Schmerzen – ja, sie hat von solchen Methoden gehört. Das spärliche Wissen erzeugt bei ihr Angst, aber auch ein Kribbeln im Bauch. Und da sind ja noch ihre Probleme mit Sabine, mit ihrem Ex und mit den Kunden. Offenbar ist sie zu einem widerlichen Arschloch geworden, das niemand gerne anfasst, und wenn doch, dann nur mit Handschuhen oder der Beißzange.

Gewiss, 1.800 Euro sind nicht wenig, noch dazu in ihrer derzeitigen Lage mit den beginnenden finanziellen Problemen. Doch wenn es hilft?

Was kann man sich realistischerweise davon versprechen?“ fragt sie sich, „und was sind anderseits die möglichen Gefahren?“

Angela recherchiert im Internet. Es gibt auf diesem Gebiet vielfältige Bedürfnisse, aber wenig nützliche Information. Das meiste zu Verhaltenstraining findet man in Psychologie-Foren – und beim Abrichten von Hunden. Dieser Zusammenhang gefällt ihr überhaupt nicht! Dann suchen noch etliche Leute einen Mentor, andere haben einen, mit dem sie unzufrieden sind, das ganze wird im Sado/Maso-Eck abgehandelt und seriöse Maßnahmen zur Verbesserung von Selbstdisziplin, sowie Infos über die Erziehung Erwachsener bleiben äußerst spärlich.

Die Zeit drängt – Angela lässt es auf einen Versuch ankommen…

Freitag, 5. September knapp vor 10 Uhr trifft sie beim Erziehungs-Institut ein.

Ihre Gruppe besteht aus vier Personen, 3 Frauen und ein Mann, die alle gut gekleidet und sichtbar gut situiert sind, aber ein bisschen verlegen wirken.

Der Trainer, Bernhard, erklärt die Vorgangsweise. Es wird den ganzen Tag über gesprochen und diskutiert, und zwar über möglichst kontroverse Themen wie Politik, Religion, Umwelt und vor allem über höchst Persönliches – jeder wird entblößt, verletzlich gemacht, soll die gegensätzlichen Meinungen spüren, aber trotzdem und auch in ermüdenden Marathonsitzungen regelkonform agieren: Preisgeben von Privatem, Zuhören ohne zu unterbrechen, Wertschätzen des anderen, kein Beschimpfen, Herabwürdigen oder Geringschätzen anderer Meinungen. Ein Zufallsgenerator auf Bernhards Laptop zeigt an, wer als nächster antworten bzw. beitragen muss.

Jede Übertretung von Regeln wird von Bernhard mittels Gelber oder Roter Karte angezeigt. Das bedeutet am 1. Tag: Der Gemaßregelte hat vorzutreten und sich bei dem Beleidigten zu entschuldigen, danach auch bei der Gruppe für die verlorene Zeit. Wer sich nicht entschuldigt, bleibt aus der Gruppe ausgeschlossen, bis er nachgibt – das heißt, alleine in einem Raum zu warten, ohne Essen oder Unterhaltung, bis man sich fügt – oder abbricht und den Workshop komplett verlässt.

Es wird ein mühsamer Tag. Die Themen sind explosiv. Der Zwang, Intimes hier öffentlich besprechen zu müssen, aber auch die seltsamen Ansichten der anderen machen Angela wütend, es ist ihr gänzlich unverständlich, wie man solch verschrobene Meinungen vertreten kann. Sehr bald handelt sie sich eine Rüge ein, weil sie zu Andreas sagt: „Das ist doch völliger Blödsinn, was du hier sagst!“

Empört und zornig benötigt sie eine ganze Weile, bis sie dann doch nach vorne geht und ihre Entschuldigungen herauspresst. Es bleiben an diesem Tag nicht die einzigen…

Aber immerhin schafft es Angela durchzuhalten. Sylvia hingegen wirft bereits am frühen Nachmittag das Handtuch: „So viel Unsinn habe ich noch nie in so kurzer Zeit gehört. Das ganze Vorgehen hier ist bescheuert, und ihr nervt mich alle so sehr, dass ich euch nicht länger ertrage!“ meint sie wütend und verlässt die Gruppe.

Am nächsten Tag wird geklärt, warum es Gelbe und Rote Karten gibt: Kleine Verfehlungen werden mit Gelb angezeigt und führen zu den bekannten Entschuldigungen, die Rote Karte aber steht ab sofort für eine zusätzliche Bestrafung.

Und alle in der Gruppe machen Fehler – spätestens dann, wenn Bernhard mit gezielten Provokationen nachhilft.

Angela kommt nach dem Mittagessen zu spät und handelt sich eine Gelbe Karte ein. Bald danach aber, bereits übermüdet, bemerkt sie kalt zu Nadine: „Du hast ja aber wirklich so gar keine blasse Ahnung von dem, was du sprichst!“

Bernhard hebt die Rote Karte: „Moment! Angela, das war höchst respektlos von dir. Es geht hier um den Umgang mit anderen Menschen, und jeder hat das Recht auf seine eigenen Ansichten und Vorstellungen. Das war eine grobe Unhöflichkeit, und dieses unerwünschte Verhalten bringt dir eine Strafe ein. Damit du das nächste Mal schon an die Folgen denkst, bevor du diesen Fehler wieder begehst, gibst du dir mit deiner Rechten – du bist ja Rechtshänderin, wie ich gesehen habe – zwei Schläge mit dem Lineal auf deine linke Handfläche, und zwar sehr kräftig!“

Angela wird bleich, schluckt und überlegt fieberhaft. Soll sie sich wirklich hier vor allen anderen selbst schlagen? Soll sie nicht besser schleunigst abhauen?

Aber was dann – dann war alles bisher umsonst, und ihre Probleme sind noch dieselben wie zuvor.

Alle warten. Niemand spricht. Langsam tritt Angela vor. Schweiß bricht ihr aus. Sie ist nahe daran, loszuheulen.

Bernhard tritt auf sie zu und gibt ihr ein 30 Zentimeter langes Holzlineal in die Hand. „Es ist zu deinem Besten,“ meint er, „bring es hinter dich. Und lerne daraus!“

Angela holt aus und trifft ihre linke Handfläche. Ihr Gesicht verzerrt sich sofort, sie schreit auf – das sind ja unglaubliche Schmerzen! Nie hätte sie gedacht, dass ein Schlag mit diesem kurzen und dünnen Lineal diese Wirkung hat.

Ok,“ sagt Bernhard, „nun den zweiten Schlag!“

Angela sieht ihn entsetzt, dann bettelnd an. Bernhard wartet.

Nach langer Zeit holt Angela wieder aus und schlägt nochmals zu, krümmt sich, keucht und schiebt die wie Feuer brennende Hand in die rechte Achselhöhle.

Ja, ich denke, das war ausreichend. Nun die Entschuldigungen.“

Angela, mit Tränen in den Augen, stammelt: „Nadine, verzeih mir, bitte!“ Und an die Gruppe: „Entschuldigt bitte meine Unhöflichkeit!“

Und sie nimmt sich vor, ab sofort selbst mit der größten Wut im Bauch genau zu überlegen und sehr auf ihre Worte zu achten.

Am 3. Tag geht es ausschließlich um die eigenen Ziele und Vorsätze. Dazu kommen zwei zusätzliche Moderatoren in die Gruppe, sodass nun jede(r) einen persönlichen Betreuer hat. Die beiden neuen Mentoren kümmern sich um Nadine und Andreas, Angela wird weiterhin von Bernhard gecoached. Jedes Team sucht sich ein eigenes Zimmer, ab sofort geht es ausschließlich um die individuelle Lebenssituation und deren Bewältigung.

Angela und Bernhard analysieren Angelas Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. Welche Regeln können zur Verbesserung beitragen? Was ist rasch abstellbar, was erfordert eine stufenweise Vorgangsweise? Welche Hilfen können unterstützen?

Bernhard zeigt Angela das in den Vorgesprächen erwähnte PC-Programm mit dem Namen „Konsequente Erziehung“: „Das Programm dient zur konsequenten Kontrolle und Bestrafung von Verfehlungen, hat vielerlei Einstellmöglichkeiten, ist jedoch so gestaltet, dass es auch ohne große Anpassungen sofort benützt werden kann.

Die festgelegten Regeln sind strikt einzuhalten. Jede Übertretung führt zu einem Strafpunkt, der den Strafpunktezähler erhöht. Die Höhe der jeweiligen Strafe wird vom aktuellen Stand des Strafpunktezählers bestimmt und steigt somit bei jedem Fehler. Eine längere fehlerfreie Zeit führt hingegen zu einer Reduktion des Strafpunktezählers, und damit wieder zu einer Verringerung der nächsten Strafe. Damit ist das System auf die langfristige Verbesserung des Verhaltens des Zöglings ausgelegt und dient insbesondere der Selbstdisziplin.“

Dann besprechen Angela und Bernhard Ziele und Regeln:

Sehr wichtig ist die erste Regel: Das tägliche Melden. Die regelmäßige Erinnerung an Ziele und Regeln ist wirklich sehr wirksam. Darum empfehle ich auch, sich täglich die Regeln anzuzeigen. Das geht über Menü ‚Regeln/Regeln anzeigen‘.“

Sie einigen sich auf die folgenden Vorschriften:

Ziel ist Angelas umfassend verbessertes Benehmen allen Mitmenschen gegenüber, 
insbesondere zu ihrem Partner, zu Freundinnen und zu Kunden.

1.) Angela muss sich täglich bei 'Konsequente Erziehung' melden! 
     (Nicht-Melden führt zu einer automatischen Straffestsetzung durch das Programm.)
2.) Täglich Sport zur Verbesserung der Ausgeglichenheit – mindestens 30 Minuten joggen!
3.) Keinerlei schlechtes oder zickiges Benehmen! 
4.) Keine Unhöflichkeit – weder gegenüber Bekannten noch gegenüber Kunden.
5.) Jedes Versprechen ist einzuhalten!
6.) Du darfst keinen Schaden verursachen (z.B. zerbrochene Tasse, Mahnung 
     wegen nichtbezahlter Rechnung, Beschädigung,...)
7.) Alle verpflichtenden Aufgaben sind zu erfüllen, Faulheit wird nicht toleriert!
8.) Nach einer Verfehlung keine Masturbation, kein Orgasmus bis 48 Stunden 
nach der vollständigen Ausführung der Strafe.

Nun zeigt Bernhard Angela die Bedienung und den Ablauf des Programms.

Kabelstriemen

Täglich melden heißt wirklich, sich zumindest einmal täglich zu melden! Also

  • Aufrufen des Programms, und

  • dann Drücken des Buttons ‚Meldung ohne Fehler‘ –

  • oder Eintragen einer Verfehlung und Drücken des Buttons ‚Verfehlung eintragen‘. Falls mehr als ein Fehler begangen wurde, können weitere Verfehlungen eingetragen werden, auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Du kannst das Programm auch öfters am Tag aufrufen und dir die Regeln, das Strafbuch oder die offenen Strafen ansehen, oder ausgeführte Strafen quittieren. Eine pragmatische Vorgangsweise kann aber auch etwa so aussehen:

Du vereinbarst mit dir selbst:

  • Aufrufen von „Konsequente Erziehung“ täglich z.B. vor dem Abendessen (oder auch danach)

  • Ansehen der gültigen Regeln

  • gegebenenfalls Eintragen von Verfehlungen oder

  • Button „Meldung ohne Fehler“ anklicken.

  • Falls danach noch Verfehlungen passieren sollten, werden diese vereinbarungsgemäß am nächsten Tag berichtet (aber dann nicht vergessen!!)“

Ja, das lässt sich gut in meinen Tagesablauf integrieren!“

Das Programm legt die Strafe für jede Übertretung fest – Strafe dient einfach dazu, dass du dir dein falsches Verhalten abgewöhnst!

Die Strafen gibst du dir selbst und kennzeichnest danach deren Ausführung im Programm. Eingestellt ist eine Prügelstrafe mit einem Elektrokabel, sowie ab 5 Strafpunkten zur Verschärfung eine Stand- und eine Schreibstrafe. Ab 10 Punkten kommt noch eine Bastonade, besonders schmerzhafte Schläge auf die Fußsohlen hinzu. Das Kabel auf dein Hinterteil wirkt ähnlich wie Schläge mit einem Rohrstock – wer diese Prügelstrafe kennengelernt hat, findet sie durchaus furchterregend, und vor weiteren Regelübertretungen abschreckend!

Halte den Fälligkeitstermin für die vollständige Ausführung jeder genau Strafe ein – sonst wird es noch unangenehmer!

Strafen, die vollstreckt sind, quittierst du am besten gleich beim Programmstart, da hier als erstes ohnedies die offenen Strafen angezeigt werden. Möglich ist es aber auch später über Menü ‚Strafbuch/Offene Strafen anzeigen‘.

Nach frühestens einem Monat kannst du dann deine Ziele anpassen und die Regeln nachbessern, eventuell verschärfen – ganz entsprechend deinen bis dahin erzielten Fortschritten.

Viel Glück – halte durch, es lohnt sich wirklich!“

Bernhard gibt Angela das Programm auf USB-Stick mit – der Workshop ist zu Ende.

Montag Vormittag steckt Angela den Stick an ihren Computer und startet „Konsequente Erziehung“. Da ist es wieder, dieses Kribbeln im Bauch…


Die Software „Konsequente Erziehung“ ist online:

https://sites.google.com/site/herbertmentor/disziplinsoftware

Erfahrungen, Probleme, Fehler bitte melden!

Bücher über Selbstdisziplin und die Erziehung Erwachsener gibt es hier:

https://sites.google.com/site/herbertmentor

Herbert

PS: Mittlerweile ist diese Geschichte in abgewandelter Form als Teil dess Buchs Das Internat – Erziehung für Erwachsene erschienen.

Punishment Boot Camp

 

 

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

 

Bild

 

Hi,

heute im Rahmen der Rubrik „Disziplinsoftware“ ein Punishment Boot Camp. Die Befehle werden mittels Balabolka erteilt (über Balabolka, ein Programm zur Sprachausgabe, habe ich im Blog bereits geschrieben – siehe unten. Man verfasst die Befehle in einem Textfile, und eine weibliche oder männliche (Computer-)stimme erteilt sie einem dann).

Hier nun führt Ihr(e) (PC-)Master/Mistress durch ein anstrengendes Boot Camp Circuittraining.

Daher die Warnung: Das Training ist intensiv – lassen Sie sich unbedingt vorher von Ihrem Arzt bestätigen, dass Sie High-Intensity-Training gefahrlos ausführen können!

Der Text ist auf Englisch, da die ursprüngliche Boot Camp-Beschreibung auf Englisch ist. Sie müssen deshalb in Balabolka eine englische Stimme auswählen.

In „Melanie muss abnehmen“ [https://sites.google.com/site/herbertmentor/home] hat Melanies Mentor begründet, warum er auf Strafübungen (im Gegensatz zu Prügel, Strafstellungen und Restriktionen) verzichtet. Man kann das natürlich auch anders sehen: Wenn der Zögling selbst nicht ausreichend Bewegung macht, dann muss er eben erfahren, wie es ist, wenn Mistress/Master für den nötigen Sport sorgt…

Man findet schließlich für alles eine gute Begründung!

Die Anleitung und das Befehlsfile gibt es auf

https://sites.google.com/site/herbertmentor/disziplinsoftware

im Balabolka-Abschnitt.

Viel Spaß!

Herbert

Sexverbot als Strafe

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

Hallo,

zu meinem heutigen speziellen Thema eine kleine Geschichte zur Einstimmung:

Sie schob den Peniskäfig – eigentlich ein selbstgebautes Penisrohr – über seinen Schwanz und befestigte das Rohr an seinem Intimpiercing. Mit einem leisen Klick rastete das Schloss ein.

So,“ meinte sie launig, „das wird dir die Flügel ein wenig stutzen! Jetzt kannst du meinetwegen fremdgehen oder onanieren, wenn du willst. Oder besser gesagt: Von mir aus darfst du gerne – falls du kannst!

Also im Klartext: Ein Monat ohne! Dann sehen wir weiter, wie du dich in der Zwischenzeit benommen hast. Die beiden Prügelstrafen jetzt und am Ende deiner Fastenzeit werden dir jedenfalls lange in Erinnerung bleiben – dafür werde ich schon sorgen!“

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Ist diese Strafe angebracht?

Nun, ich weiß nicht genau, was zu dieser Strafe geführt hat (diese Geschichte ist fiktiv und mir vor Kurzem eingefallen). Falls es Fremdgehen war, wird er mit seiner Keuschheitsmanschette darauf wohl für eine Weile verzichten müssen. Zumindest für einen Monat ist er diesbezüglich außer Gefecht.

Ist sie wirksam?

Hm – was heißt wirksam? Er wird sicher mehrmals überlegen, bevor er wieder irgendeinen Unsinn anstellt. Aber es wird wohl auch stark darauf ankommen, wie sehr ihn die Sex-Strafe trifft. Für manche mag ein Monat Ruhepause kein Problem darstellen, während andere nach 2 Tagen ausflippen. Diese Strafe ist deshalb sicher sehr individuell einzuschätzen.

Eine sexuelle Fremdbeziehung wird durch einen Monat Abstinenz aber wohl beträchtlich gestört werden, noch dazu, weil er wohl Hemmungen haben wird, die Ursache für die plötzliche Enthaltsamkeit zu offenbaren. Die Wirksamkeit solch einer Strafe hängt also stark von den Umständen ab.

Restriktionen können sehr unangenehm sein. Verlust von Besitz, Privilegien, Gewohnheiten,… führt stets zu heftigen Unlustgefühlen, doch als Strafe ist das optimale Maß für die Beschränkung sehr schwer zu finden: Zu kurz ist sie nicht wirksam; zu lang führt sie mehr oder weniger rasch zur Gewöhnung bzw. zu Ersatzhandlungen. Die Strafe wird dann ebenfalls weitgehend unwirksam.

Ist Sexverbot schädlich?

Wahrscheinlich nicht – die Natur sorgt üblicherweise für ausreichende Sicherheitsventile. Allerdings besteht bei längerer Abstinenz die Möglichkeit, dass bei ihm die Potenz / bei ihr die Libido abnimmt. Die mit langer Enthaltsamkeit Bestraften werden nicht sexuell hörig, sondern eher desinteressiert.

Sexverbot alleine ist also wohl nicht die ultimativ wirksame Strafe. Kräftige Prügel zu Beginn und am Ende werden aber zweifellos einen längeren Eindruck hinterlassen und können in Kombination mit dem Keuschheitsgürtel eine gute Basis für eine erfolgreiche Änderung seiner Einstellung darstellen.

Schmerzhafte Prügelstrafen – Peitsche und Stock – wurden schon immer zur Verhaltensänderung eingesetzt. Abschreckende Angst baut sich aber nur dann auf, wenn möglichst auf jede Übertretung konsequent die gefürchtete Strafe folgt. Zwar muss die Dosierung auch hier an die Delinquentin / den Delinquenten und an das Vergehen angepasst werden, sie ist aber weit weniger kritisch.

In den beiden Melanie-Büchern Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin und Melanie II: BDSM – Spiel und Ernst gibt es einige Beispiele zu wirksamen Strafen und Straf-/Disziplinsystemen, aber auch eine Begründung für ein kurzzeitiges Sexverbot nach Strafen. (Inhaltsverzeichnisse und einige Leseproben finden Sie auf https://sites.google.com/site/herbertmentor/ )

Herbert