9-schwänzige Katze, Sisal Fesselschlinge

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik


Liebe Leserin, lieber Leser,

heute möchte ich Ihnen die Herstellung einer einfachen Cat o‘ nine tails beschreiben.

Neunschwänzige Katze

Die Neunschwänzige Katze entstand auf Schiffen, wo man gedrehte („geschlagene“) Taue hatte, indem man solch ein Stück Tau, das aus 3 Kardelen bestand, zum Teil aufdröselte und somit bereits einen Griff und 3 Schwänze erhielt. Diese Schwänze wurden nochmals aufgedreht und alle Enden umwickelt, damit sie stabil hielten – und man hatte die neunschwänzige Katze.

Statt ein dickes Tau aufzudröseln habe ich für die Schwänze ein 6 mm dickes Sisalseil gewählt, das in den Haushaltswaren und in Baumärkten vielfach zu haben ist. 20 Meter kosteten 10 EUR.

Die Schwänze sind etwa 50 cm lang, der Griff 20 cm. Die Schwänze erhielten meist je 2 Knoten – jeweils mindestens einer davon ist ein Blutknoten (siehe unten), die anderen sind normale Überhandknoten (wegen einiger Schwierigkeiten mit dem widerborstigen Seil).

Herstellung:

Man wählt eine Länge für die Schwänze, zB 40 cm (ich finde, die 50 cm meiner Peitsche sind für einen Selbsteinsatz schon etwas zu lang).

Aus einem Seilstück werden durch Zusammenlegen in der Hälfte 2 Schwänze.

Die Länge der Seilstücke ergibt sich dann aus:

  • 2 x 40 cm (2 Schwänze) +

  • 2 x 20 cm (jeder Schwanz geht bei dieser Konstruktion auch durch den Griff) +

  • 4 x 10 (jeder Schwanz erhält zwei Knoten, die je etwa 10 cm benötigen) = 1,6 m

Am einfachsten geht es wohl so:

Den Anfang des Seils umwickelt man mit Isolierband, um ein Ausfransen zu vermeiden.

Man umwickelt das Seil in Abständen von 1,60 m zweimal mit Isolierband, um nach dem Durchschneiden dazwischen ein Ausfransen zu vermeiden.

Schneidet man zwischen den Isolierbandstücken durch, erhält man jeweils ein 1,6 m langes Stück, das nach dem Zusammenlegen zwei Schwänze ergibt.

Dasselbe noch drei Mal: Macht 4 Stück 1,6 m lange Teile; diese ergeben 8 Schwänze.

Legt man die 1,6 m langen Teile einmal zusammen, hat man auf der einen Seite 8 abisolierte Enden, auf der anderen 4 Schlingen.

In jedes Ende kommen nun 2 Knoten.

Blutknoten:

Man schlägt einen normalen Knoten, zieht aber das Ende noch ein zweites Mal (oder noch öfters) durch.

Das ergibt zusammengezogen folgenden Knoten:

Die Knoten am Ende des Seils sichern dann die Seilenden auch gegen ein Ausfransen, selbst wenn das Isolierband sich lösen sollte.

Der 9. Schwanz wird aus dem restlichen Seil erzeugt: Das Seilende versieht man ebenfalls mit zwei Knoten, dann führt man ihn parallel zu den anderen Schwänzen zu den Schlingen der Doppelschwänze, legt mit ihm selbst eine Schlinge, führt ihn wieder 20 cm zurück und umwickelt von dort aus mit diesem Seil sehr straff alle neun Schwänze in Richtung der Schlingen (etwa wie bei einem Henkersknoten). Das Ende passend „abisolieren“, abschneiden und durch die von den Schwänzen gebildeten Schlingen stecken. Fertig.

Klarerweise sind auch andere Arten von Handgriffen problemlos möglich, zB aus einem Stück Kunststoff- oder Metallrohr.

Erfahrungsbericht: Auf dem Hintern ist diese Neunschwänzige nicht übermäßig schmerzhaft (ein schwereres Seil könnte aber auch wesentlich härter wirken) und deshalb auch zum Spielen gut geeignet, doch ist das Seil hart und kratzig, und die Knoten können jedenfalls blaue Flecken schlagen. Auf dem Rücken ist sie jedenfalls schwerer zu ertragen. Doch waren diese Peitschen auch nach einschlägigen Berichten zwar schlimm, aber nicht so entsetzlich, wie üblicherweise angenommen wird.

Fesselschlinge

Man kann aus dem Sisalseil auch eine Fesselschlinge herstellen, die die Gelenke besonders hart und kratzig fixiert. Vorsicht, die Fesselung erzeugt auch entsprechend langanhaltende Spuren!

Im Bild eine kleine Fesselschlinge für die Hände, eine größere für Fuß- und Handgelenke.

Das Interessante daran ist: Jede Bewegung bestraft sich selbst! Im Gegensatz zu weichen Nylonseilen erzeugt dieses Material eine harte Straffesselung, die Bewegungen schmerzhaft macht.

Über Fesselschlingen zur Selbstfesselung gibt es Einiges in

1. „Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin“ ab S. 104

  • in Kapitel Selbstfesselung

und in

2. „Melanie II: BDSM – Spiel und Ernst“ ab S. 36

  • Fesselschlinge normal
  • Fesselschlinge mit Slip
  • Selbstfesselung in Momo-Shibari
  • Fesselschlinge mit Brett
  • Fesselschlinge als Daumenfessel
  • Fesselschlinge mit Ring
  • Spreadeagle

und ab S. 84

  • Polnischer Bock
  • Bodenpranger
  • Hände wegnehmen
  • In der Hock-Stellung
  • Hog-Tie
  • Fesselschlinge aus einer Kette

Infos über die beiden Bücher finden Sie auf https://sites.google.com/site/herbertmentor/.

ACHTUNG: Selbstfesselung ist stets gefährlich! Beachten Sie die Sicherheitstipps in den einschlägigen Foren (z.B. http://forum.boundanna.net/)!

Beste Grüße, viel Spaß

Herbert

Vielzweckgeräte

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VORSICHT: Dies sind KEINE Empfehlungen! Manches könnte auch Ihrer Gesundheit abträglich sein!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute beschäftige ich mich mit Geräten und Hilfsmittel, die im englischen Sprachraum unter „Pervertibles“ laufen.

Das sind Dinge, die im „normalen“ Gebrauch stehen, aber durchaus auch anderweitig („kinky“) einsetzbar sind.

Beispiel: Ein Kochlöffel dient zum Kochen, nicht wahr? – Ja, aber er kann eben auch auf dem Hosenboden tanzen!

Es gibt Vielerlei in Küche, Haushalt, aber auch im Autozubehör, Baumarkt,… was eigentlich für xx vorgesehen ist, aber trefflich auch für yy Verwendung finden kann.

Solch eine „Mehrfachverwendbarkeit“ hat große Vorteile:

  • Verfügbarkeit: „Normale“ Geräte kann man leicht kaufen – oder man hat sie ohnedies bereits zu Hause.

  • Preis: „Normale“ Geräte kosten üblicherweise wesentlich weniger als spezielle kinky-items.

  • Erklärungen im Geschäft: Manche fürchten die Frage: „Was wollen Sie damit machen?“ Nun bei einem Kochlöffel fragt niemand, aber bei anderen Einkäufen sollte man zumindest darauf gefasst sein. Falls also beim Kauf von Finalgon diese Frage kommt, sollte man eben die ganz normale Verwendung beschreiben können – oder auch ausweichen: „Das ist für einen Bekannten, ich weiß nicht genau, was er hat.“
    Wenn Sie eine Reitgerte kaufen, sollten Sie ein wenig übers Reiten Bescheid wissen, doch sie erhalten sie völlig problemlos. Wenn Sie aber einen Rohrstock oder ein Martinet wollen…
    Wenn es für die Gegenstände eine „normale“ Verwendung gibt, sind solche Erklärungen ganz einfach.

Puristen rümpfen gerne die Nase, wenn etwas zweckentfremdet als „Ersatz“ dient. Die Delinquentin besteht darauf, sie will mit einer „echten“ Tawse geschlagen werden, diese muss aus Leder sein und von zz erzeugt, denn der ist der Fachmann für dieses Gerät.

Doch wenn man sich Streifen aus Hartgummi als Unterlage für einen Kasten besorgt, kann man etwa statt zwei gleich vier kaufen und die übrig gebliebenen für Strafzwecke einsetzen. Jedenfalls ist eine Gummitawse für eine Bestrafung ebenso gut geeignet wie eine „echte“, kann ich Ihnen versichern.

Und seit wann bestimmt die Delinquentin, womit sie gezüchtigt werden will??

Wenn man sich ansieht, wie manche Strafinstrumente entstanden sind, kann man nur raten, selbst kreativ zu sein. Vielleicht gibt es dann wieder einmal etwas Neues wie einst die Lochgelly Tawse oder die Neunschwänzige Katze. Diese entstand ja auf Schiffen, wo man gedrehte („geschlagene“) Taue hatte, indem man solch ein Stück Tau, das aus drei Kardelen bestand, zum Teil aufdröselte und somit bereits einen Griff und drei Schwänze erhielt, diese wurden nochmals aufgedreht und alle Enden umwickelt, damit sie stabil hielten – und man hatte die neunschwänzige Katze. Ob ursprünglich in jeden Schwanz noch Knoten geknüpft wurden, ist umstritten.

Verfügbares neben speziell dafür Hergestelltem für Strafzwecke zu verwenden, war immer schon gängige Praxis.

So können Sie – meist ohne Zusatzkosten – je nach Wunsch

  • einen Besenstiel zum darauf Knien verwenden (wer hat daheim schon ein Holzscheit?),
  • Elektrokabel, Autowaschbesen, 

    Kochlöffel und Schuhlöffel, ferner Schneidbrettchen, Teppichklopfer, Gürtel und Badebürsten für die Erziehungsfläche,
  • Bleistifte zum Halten zwischen den Beinen oder zum darauf Stehen oder Knien,
  • Essstäbchen zum Einklemmen der Zunge oder der Nippel,
  • Wäscheklammern für diverse Orte,
  • Wäscheleine zum Fesseln oder als Ausgangsmaterial für eine Rute oder Seilpeitsche,
  • Türgarderobehaken zum Einhängen in den Mundwinkeln als Mundspreizer,

  • eine Lineal für Tatzen,
  • Bücher zum Halten mit ausgestreckten Armen,
  • einen Hometrainer für eine Arbeitsstrafe,
  • Seife zum Auswaschen des Mundes,…

… verwenden, und das Gute daran ist, dass beim Einkauf niemand weiß, wofür Sie diese Dinge nebenbei noch einsetzen!

Selbst wenn Sie sich strafweise kalt duschen, wird das niemand wissen. Außer vielleicht in Häusern mit zentraler Warmwasseraufbereitung, wenn diese in der Nacht nicht in Betrieb ist und der Nachbar hört, wie Sie um 3 Uhr nachts die Dusche betätigen.

Für Selbstbestrafung ist das Spektrum ja ohnedies zusätzlich eingeschränkt: Wer sich selbst mit dem Rohrstock aufs Hinterteil züchtigen will, merkt bald, dass dies wegen der Steifheit des Instruments nicht sehr effektiv ist. Ein Elektrokabel ist da wesentlich wirksamer einsatzbar!

So sind viele Haushaltsgeräte für die Selbstdisziplin gut verwendbar (Sie finden Einiges dazu in meinen Büchern – siehe https://sites.google.com/site/herbertmentor) und können oft durchaus mit professionellen Instrumenten konkurrieren

meint

Herbert