Verschlossen und versperrt

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik


 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

heute weitere Gedanken zum Schlüssel-Service EmlaLock.

 

Im Prinzip ist die Plattform EmlaLock ein Ersatz für einen Schlüsselhalter / eine Schlüsselhalterin, die den Schlüssel eines verschlossenen Keuschheitsgürtels für die festgesetzte Zeit (oder auch während möglicher Verlängerungen) verwahrt.

Man kann den Dienst aber auch für etwas Anderes verwenden, etwa zum Durchsetzen eines Hausarrests (siehe Blog Fernüberwachter Hausarrest).

Funktionsweise:

  • Man ändert die Nummern-Kombination (sollte wohl mindestens 4-stellig sein) eines Nummernschlosses oder eines Schlüsselsafes und fotografiert sie – ohne dass man sie selbst ansieht. Das Foto lädt man auf die EmlaLock-Plattform hoch und löscht es in Kamera und PC.
  • a) Nummernschloss: Mit dem Schloss wird nun etwas versperrt bzw. angekettet, und dabei wird die Nummer verstellt. Nun kann man das Schloss nicht mehr öffnen, da die Nummernkombination zum Öffnen ja nicht bekannt ist.
    b) Schlüsselsafe: Mit einem oder mehreren (normalen) Schlössern wird nun etwas versperrt bzw. angekettet, die Schlüssel dieser Schlösser werden im Schlüsseltresor eingeschlossen. Dabei wird die Nummer verstellt. Nun kann man den Safe nicht mehr öffnen (und somit auch nicht die Schlösser), da ja die Nummernkombination zum Öffnen nicht bekannt ist.
  • Nach der vorher festgesetzten Zeit zeigt EmlaLock das Foto der Kombination zum Öffnen von Schloss oder Safe an, und man kann sich mit der nun sichtbaren Nummer befreien.

Beide Möglichkeiten – Einzel-Nummernschloss und Schlüsselsafe – haben Vor- und Nachteile, der Schlüsselsafe ist aber vielseitiger, da man dann auch zB

  • kleinere Schlösser verwenden kann, als es mit mindestens 4-stelliges Kombination gibt,
  • mehrere Schlüssel von Normalschlössern oder auch
  • andere Gegenstände darin unterbringen kann.

Mit einem Schlüsselsafe kann man etwa…

  • …klassischerweise das Tragen eines Keuschheitsgürtels während der festgesetzten Zeit erzwingen (für sich selbst oder jemand anderen);
  • …ein Autoverbot durchsetzen, indem man Auto- und Reserveschlüssel einsperrt.
    Doch Vorsicht:
    1. Braucht das Auto für diese Zeit sicher auch niemand aus der Familie?
    2. Braucht man während der Strafzeit bestimmt nichts aus dem Auto? Verbandszeug (im Notfall), Regenschirm, Werkzeug, Stadtpläne,…?
    3. Hält die Autobatterie die lange Ruhepause aus?
    4. Darf das Auto auf dem jetzigen Platz so lange stehen?
    5. Was passiert / wie geht man vor, falls man in einem Notfall etwas/jemanden transportieren muss bzw. jemand um einen Transport ersucht?
    6. Was passiert, wenn jemand an das Auto anfährt?
    7. Was, wenn es leck wird (Benzin, Öl)?
  • …die Küche absperren, zB
  1. während der ganzen Nacht, damit jede Heißhungerattacke vor der verschlossenen Türe „verhungert“;
  2. am Tag für mehrere Stunden, um etwa die schlechte Gewohnheit abzustellen, immer wieder die Küche zu besuchen, um dort zwischendurch eifrig zu naschen.

 

 

Doch auch hier gibt es so Manches vorher zu bedenken:

  1. Können Katze, Hund, Meerschweinchen und andere Mitbewohner ohne die Küche betreten zu müssen ausreichend versorgt werden?
  2. Ist alles Feuer / Licht / … gelöscht?
  3. Was passiert, falls es zu brennen beginnt? Kann man die Türe im Notfall aufbrechen? Muss man weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen (etwa einen Notschlüssel in einer Dose mit Lack versenken – den Schlüssel holt man dort sicher nur heraus, wenn es unbedingt erforderlich ist!)?
  4. Welche Gegenstände/Geräte befinden sich in der Küche, die während der versperrten Zeit benötigt werden könnten?
  • …die Strafzeit durchsetzen, während der eine Hand an den gegenüberliegenden Fuß gekettet bleibt (diese Strafe wird neben anderen in Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin im Kapitel ‚Beschränkungen und Arbeitsstrafen‘ erwähnt). Zur Selbstbestrafung verwendet man entweder eine Fesselschlinge oder aber eine Kette mit zwei Schlössern. Zur Verwahrung der Schlüssel kann man den Schlüsselsafe verwenden und die Strafzeit über EmlaLock kontrollieren.
    Das ist eine unangenehme Strafe, die noch dadurch zusätzlich verschärft werden kann, dass man die dominante (also als Rechtshänder die rechte Hand) an die Kette legt. Man kann mit dieser stark behindernden Fesselung aber immerhin mühsam überall hin humpeln, sich zu essen nehmen, die Toilette benutzen und im Notfall auch auf die Straße „eilen“ (ha, ha, was werden wohl die Nachbarn dazu sagen?!).
  • …ein Ausgangsverbot durchsetzen, indem man alle in Frage kommenden Schuhe und / oder Ausgehgewänder in einem Raum einschließt und den Schlüssel für die Dauer der Strafzeit im Schlüsselsafe verwahrt.
  • …die Zigaretten in den Safe einsperren und zusätzlich dafür sorgen, dass man das Haus für einige Zeit nur im Notfall verlassen kann (etwa durch die Maßnahmen im vorigen Punkt oder auch mittels einer „Sträflingskugel“ wie im Blog Fernüberwachter Hausarrest.).
  • …den Kopfpolster im Kasten einsperren und den Kastenschlüssel dem Safe überantworten. Das gibt dann eine oder mehrere Nächte ohne Polster..
  • …sämtliche Bank- und Kreditkarten (und alles Bargeld über einem festgelegten Betrag) in den Safe legen (Achtung: In manche kleinere Schlüsselsafes passen die Karten knapp nicht hinein. Also einen etwas größeren Schlüsseltresor verwenden oder die Karten in eine Geldkassette stecken und deren Schlüssel dann in den Schlüsseltresor). Nun muss man zB eine Woche lang mit dem kargen Geld in der Börse auskommen, da man weder mit Karte bezahlen kann noch an Bargeld herankommt (falls Sie mittels Handy bezahlen, lassen Sie sich etwas einfallen, etwa eine andere SIM-Karte oder ein zusätzliches Handyverbot – das Handy liegt dann eben für diese Zeit in einem ebenfalls abgesperrten Raum,…)

  • …Sie selbst haben aber sicher auch noch so manche Idee…

Noch ein Tipp: Stellen Sie für die Zeit, die der der Safe leer ist, den Nummerncode am besten wieder auf eine neutrale Kombination zurück, etwa auf die Werkseinstellung (meist 0000). Da Sie den Code für Ihre Zeitstrafe blind veränderten und ihn nur einmal kurz zur Befreiung sahen, kann es leicht sein, dass Sie ihn nicht dauerhaft erinnern. Kein Problem, solange Sie die Zahlen nicht verdrehen – wenn aber doch, benötigen Sie eine lange Zeit zum Durchprobieren…

Bitte handeln Sie stets mit der wirklich gebotenen Vorsicht!

  • Es kann alles Mögliche passieren (siehe auch Blog Fernüberwachter Hausarrest) – sorgen Sie vor!
  • Ketten Sie sich keinesfalls an ein feststehendes Objekt!
  • Und bedenken Sie: Ich besuche Sie auch nicht unter der Brücke, falls Sie den Inhalt Ihrer Geldbörse dem Schlüsseltresor anvertraut und sich selbst aus der Wohnung ausgesperrt haben sollten…

Schöne Feiertage mit netter Unterhaltung

wünscht Ihnen

Herbert

Spätere Ergänzung: Eine andere Möglichkeit dafür bietet der Kitchen Safe.