Master/Mistress versus Selbstdisziplin

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik


 

Vorne weg: Es sollte einem immer bewusst sein, dass jede Wunde und jeder blaue Fleck ein (meist geringes) gesundheitliches Risiko darstellt (Infektion, Fettembolie,…).


 

Liebe Leserinnen und Leser,

man hat mich wieder einmal darauf angesprochen bzw. sich bei mir beklagt, wie schwer man es doch ohne einen Master oder eine Mistress habe.

Ich habe schon mehrfach über dieses Thema geschrieben, hier nun ein paar weitere Überlegungen.

Macht es einen Unterschied, ob ich mich selbst züchtige…

Tawse

oder jemand anderer mich züchtigt?

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Natürlich macht es das!

Klar, wenn man in der Fantasie von einer/m anderen gezüchtigt wird und genau diese Vorstellung einem Lust bereitet, dann wirkt alles andere nur als schwacher Ersatz. Doch so eindeutig ist die Angelegenheit eben meist nur in der Fantasie!

Es ist allein schon sehr verschieden, ob du dir etwas an- oder abgewöhnen willst (Selbstdisziplin) oder ob du einfach Spaß daran hast. Und ganz besonders kommt es auf deine höchst persönlichen Wünsche und Bedürfnisse an.

Fremdbetreuung Selbstdisziplin
Du bist einem anderen ausgeliefert (das törnt dich an). Du bist keinem anderen ausgeliefert (das nimmt dir die Sorge, missbraucht zu werden).
Du kannst die Strafe nicht bestimmen, nicht steuern. Du musst sie ertragen, ob du willst oder nicht. Du kannst genau das haben, was du willst, ohne auch das andere zu bekommen, was du nicht willst.

Es gibt ja vielfältige Möglichkeiten, und du kannst ausprobieren, was für dich passt – und weder zuviel noch zuwenig.

Du kannst für dein Kopfkino alle Bedingungen so gestalten, wie du sie haben willst – und das besser, als jeder andere es zustande bringen könnte.

Du wirst dominiert und bist von fremden Entscheidungen und Launen abhängig. Das ist ein ganz eigener Kick. Wenn du Ungewissheit einfließen lassen willst, wenn du prickelnde Angst vor unbekannten Folgen erzeugen willst, nimm einfach einen Würfel oder ein passendes PC-Programm, das aus verschiedenen Varianten zufällig eine auswählt. Du brauchst niemand anderen.
Ein anderer wählt die Instrumente, auch solche, die man bei sich selbst nicht einsetzen kann. Du wählst, was du willst, oder lässt ein PC-Programm wählen.

Es ist wahr: Manche Instrumente funktionieren für eine Selbstbestrafung nicht, doch gibt es genügend passende, die noch dazu meist leicht aufzutreiben sind.

Das, was du unbedingt spüren willst, ist da nicht dabei?

Hi hi, auch dein Master / deine Mistress würde zur Strafe wohl gerade das nicht wählen, was du gerne möchtest…

Verpflichtungen, Kosten, Abhängigkeit von jemand anderem. Kostenlos und unabhängig.

Und wer will dich wohl noch züchtigen, wenn du 100 Jahre alt bist? Du selbst vielleicht schon…

Ein anderer passt auf mich auf, dass mir nichts passiert.

Ja, zB bei Selbstfesselung ist das ein gutes Argument. Doch höre ich schon deinen Master / deine Mistress maulen: Mein Sklave liegt faul herum, ich muss arbeiten, ihn bedienen und zusätzlich auch noch darauf achten dass ihm nichts passiert – eigentlich bin ich der Sklave!

Du bist für deine Sicherheit selbst verantwortlich – kannst also das Nötige dafür auch selbst tun.
Mein Master / meine Mistress zwingen mich zur Strafe – selbst könnte ich das nicht. Wenn dir die Strafe Vergnügen bereitet, wirst du die selbst festgesetzte Strafe wohl auch ausführen.

Falls es eine ernste Strafe ist, musst du eben die nötige Selbstdisziplin aufbringen. Ein PC-Programm kann hier einiges an Kontrolle und Unterstützung übernehmen und Strafverschärfungen bei Nichtausführung verhängen, die ebenso wirken, wie wenn ein Mentor dich überwacht (zB „Konsequente Erziehung“ siehe https://sites.google.com/site/herbertmentor/disziplinsoftware).

Master/Mistress betraft mich so hart wie ich es selbst niemals tun kann. Man kann sich auch selbst sehr hart bestrafen, manche Techniken sind allerdings tatsächlich selbst nicht durchführbar (etwa sehr rasche Schläge, die den Schmerz immer weiter aufbauen).

Mach einfach Pausen. Wenn man die Strafe in Portionen aufteilt – zB 50 mit Tawse oder Gürtel, nach einer Pause dann 50 mit der Rute und nach einer weiteren Pause 50 mit Kabel oder Paddel – ist diese Strafe sicher auch längerfristig spürbar und kann in ihrer Wirkung durchaus mit einer Fremdzüchtigung mithalten.

Die Erziehung durch einen Partner stellt eine eigene Qualität dar. Ich will gar nicht den Eindruck erwecken, dass Selbsterziehung ihr gleichwertig wäre. Es fehlen jedenfalls unter anderem Demütigung, Scham, Schande, das Ausgeliefertsein, Dominanz und Unterwerfung.

Was ich jedoch sagen will: Falls du niemanden findest, der deiner Fantasie entspricht, musst du dich dennoch nicht wirklich leid sehen, da Selbstdisziplin durchaus auch Vorteile bietet!

Eigentlich gibt es noch eine weitere sehr realistische Variante:

Falls du niemanden hast, der dich unterstützt, stell dir einfach vor,

  • dein(e) Master/Mistress befiehlt dir, dich selbst zu züchtigen (warum soll er/sie sich immer selbst anstrengen!)…
  • …und zwingt dich dazu!

Anregungen gibt es auch in meinen Büchern:

Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin,

Melanie II: BDSM – Spiel und Ernst,

Das Internat – Erziehung für Erwachsene.

Infos auf https://sites.google.com/site/herbertmentor

Gruß

Herbert

Punishment Boot Camp

 

 

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

 

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Hi,

heute im Rahmen der Rubrik „Disziplinsoftware“ ein Punishment Boot Camp. Die Befehle werden mittels Balabolka erteilt (über Balabolka, ein Programm zur Sprachausgabe, habe ich im Blog bereits geschrieben – siehe unten. Man verfasst die Befehle in einem Textfile, und eine weibliche oder männliche (Computer-)stimme erteilt sie einem dann).

Hier nun führt Ihr(e) (PC-)Master/Mistress durch ein anstrengendes Boot Camp Circuittraining.

Daher die Warnung: Das Training ist intensiv – lassen Sie sich unbedingt vorher von Ihrem Arzt bestätigen, dass Sie High-Intensity-Training gefahrlos ausführen können!

Der Text ist auf Englisch, da die ursprüngliche Boot Camp-Beschreibung auf Englisch ist. Sie müssen deshalb in Balabolka eine englische Stimme auswählen.

In „Melanie muss abnehmen“ [https://sites.google.com/site/herbertmentor/home] hat Melanies Mentor begründet, warum er auf Strafübungen (im Gegensatz zu Prügel, Strafstellungen und Restriktionen) verzichtet. Man kann das natürlich auch anders sehen: Wenn der Zögling selbst nicht ausreichend Bewegung macht, dann muss er eben erfahren, wie es ist, wenn Mistress/Master für den nötigen Sport sorgt…

Man findet schließlich für alles eine gute Begründung!

Die Anleitung und das Befehlsfile gibt es auf

https://sites.google.com/site/herbertmentor/disziplinsoftware

im Balabolka-Abschnitt.

Viel Spaß!

Herbert