Vielzweckgeräte

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

VORSICHT: Dies sind KEINE Empfehlungen! Manches könnte auch Ihrer Gesundheit abträglich sein!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute beschäftige ich mich mit Geräten und Hilfsmittel, die im englischen Sprachraum unter „Pervertibles“ laufen.

Das sind Dinge, die im „normalen“ Gebrauch stehen, aber durchaus auch anderweitig („kinky“) einsetzbar sind.

Beispiel: Ein Kochlöffel dient zum Kochen, nicht wahr? – Ja, aber er kann eben auch auf dem Hosenboden tanzen!

Es gibt Vielerlei in Küche, Haushalt, aber auch im Autozubehör, Baumarkt,… was eigentlich für xx vorgesehen ist, aber trefflich auch für yy Verwendung finden kann.

Solch eine „Mehrfachverwendbarkeit“ hat große Vorteile:

  • Verfügbarkeit: „Normale“ Geräte kann man leicht kaufen – oder man hat sie ohnedies bereits zu Hause.

  • Preis: „Normale“ Geräte kosten üblicherweise wesentlich weniger als spezielle kinky-items.

  • Erklärungen im Geschäft: Manche fürchten die Frage: „Was wollen Sie damit machen?“ Nun bei einem Kochlöffel fragt niemand, aber bei anderen Einkäufen sollte man zumindest darauf gefasst sein. Falls also beim Kauf von Finalgon diese Frage kommt, sollte man eben die ganz normale Verwendung beschreiben können – oder auch ausweichen: „Das ist für einen Bekannten, ich weiß nicht genau, was er hat.“
    Wenn Sie eine Reitgerte kaufen, sollten Sie ein wenig übers Reiten Bescheid wissen, doch sie erhalten sie völlig problemlos. Wenn Sie aber einen Rohrstock oder ein Martinet wollen…
    Wenn es für die Gegenstände eine „normale“ Verwendung gibt, sind solche Erklärungen ganz einfach.

Puristen rümpfen gerne die Nase, wenn etwas zweckentfremdet als „Ersatz“ dient. Die Delinquentin besteht darauf, sie will mit einer „echten“ Tawse geschlagen werden, diese muss aus Leder sein und von zz erzeugt, denn der ist der Fachmann für dieses Gerät.

Doch wenn man sich Streifen aus Hartgummi als Unterlage für einen Kasten besorgt, kann man etwa statt zwei gleich vier kaufen und die übrig gebliebenen für Strafzwecke einsetzen. Jedenfalls ist eine Gummitawse für eine Bestrafung ebenso gut geeignet wie eine „echte“, kann ich Ihnen versichern.

Und seit wann bestimmt die Delinquentin, womit sie gezüchtigt werden will??

Wenn man sich ansieht, wie manche Strafinstrumente entstanden sind, kann man nur raten, selbst kreativ zu sein. Vielleicht gibt es dann wieder einmal etwas Neues wie einst die Lochgelly Tawse oder die Neunschwänzige Katze. Diese entstand ja auf Schiffen, wo man gedrehte („geschlagene“) Taue hatte, indem man solch ein Stück Tau, das aus drei Kardelen bestand, zum Teil aufdröselte und somit bereits einen Griff und drei Schwänze erhielt, diese wurden nochmals aufgedreht und alle Enden umwickelt, damit sie stabil hielten – und man hatte die neunschwänzige Katze. Ob ursprünglich in jeden Schwanz noch Knoten geknüpft wurden, ist umstritten.

Verfügbares neben speziell dafür Hergestelltem für Strafzwecke zu verwenden, war immer schon gängige Praxis.

So können Sie – meist ohne Zusatzkosten – je nach Wunsch

  • einen Besenstiel zum darauf Knien verwenden (wer hat daheim schon ein Holzscheit?),
  • Elektrokabel, Autowaschbesen, 

    Kochlöffel und Schuhlöffel, ferner Schneidbrettchen, Teppichklopfer, Gürtel und Badebürsten für die Erziehungsfläche,
  • Bleistifte zum Halten zwischen den Beinen oder zum darauf Stehen oder Knien,
  • Essstäbchen zum Einklemmen der Zunge oder der Nippel,
  • Wäscheklammern für diverse Orte,
  • Wäscheleine zum Fesseln oder als Ausgangsmaterial für eine Rute oder Seilpeitsche,
  • Türgarderobehaken zum Einhängen in den Mundwinkeln als Mundspreizer,

  • eine Lineal für Tatzen,
  • Bücher zum Halten mit ausgestreckten Armen,
  • einen Hometrainer für eine Arbeitsstrafe,
  • Seife zum Auswaschen des Mundes,…

… verwenden, und das Gute daran ist, dass beim Einkauf niemand weiß, wofür Sie diese Dinge nebenbei noch einsetzen!

Selbst wenn Sie sich strafweise kalt duschen, wird das niemand wissen. Außer vielleicht in Häusern mit zentraler Warmwasseraufbereitung, wenn diese in der Nacht nicht in Betrieb ist und der Nachbar hört, wie Sie um 3 Uhr nachts die Dusche betätigen.

Für Selbstbestrafung ist das Spektrum ja ohnedies zusätzlich eingeschränkt: Wer sich selbst mit dem Rohrstock aufs Hinterteil züchtigen will, merkt bald, dass dies wegen der Steifheit des Instruments nicht sehr effektiv ist. Ein Elektrokabel ist da wesentlich wirksamer einsatzbar!

So sind viele Haushaltsgeräte für die Selbstdisziplin gut verwendbar (Sie finden Einiges dazu in meinen Büchern – siehe https://sites.google.com/site/herbertmentor) und können oft durchaus mit professionellen Instrumenten konkurrieren

meint

Herbert