Nette Instrumente

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

In einigen Geschichten der letzten Zeit wurden DelinquentInnen „versohlt“ oder mit dem Rohrstock gezüchtigt.

Bei Ferndisziplin und Selbstbestrafung sind nun weder ein Selbst-Versohlen mit der Hand, noch Schläge mit einem Stock, einer Reitgerte oder einem langen Paddel ausreichend wirksam durchführbar.

Ich möchte daran erinnern, dass in meinen Büchern für diese Zwecke Selbstbau-Instrumente als gut wirksamer Ersatz beschrieben sind:

In Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin gibt es neben viel anderem Anleitungen für:

  • ein Martinet,
  • eine Ferula,
  • eine Kabelpeitsche (die ähnliche Ergebnisse wie ein Rohrstock erzeugt) und
  • eine flughafentaugliche Geißel, die somit auch für unterwegs gut geeignet ist;

  • auch die genaue Beschreibung der Fesselschlinge zur Selbstfesselung ist hier enthalten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Herbert

Vertrauen ist gut – absperren ist besser

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik


 

Liebe Leserinnen und Leser!

Heute wieder eine kleine Geschichte über häusliche Disziplin (DD), hier dominiert diesmal die Frau den Mann (F/M).


Vertrauen ist gut – absperren ist besser

„Ah – der Herr bereitet sich vor, heute Abend nochmals auszugehen? Willst du mich nicht fragen, ob ich mitkommen möchte?“

„Ich muss leider noch etwas Dringendes im Büro erledigen.“

„Ha, ha – ich denke, du hast eher etwas ganz anderes vor: Du willst mich einfach betrügen!“

„Aber, was denkst du denn von mir? Ich gehe doch nicht fremd!“

„Nun, mein Verdacht ist ja nicht ganz unbegründet.

Du sagst, du hintergehst mich nicht? Also gut: Ich nehme dich beim Wort und werde einfach dafür sorgen, dass ich dir in dieser Hinsicht bedenkenlos vertrauen kann.

Dafür gibt es einfache Lösung: Schau, was ich hier habe.“

„ – Was ist das?“

„Das ist ein wertvolles Gerät, das mehr Sicherheit gibt, als nur Vertrauen allein: Ein Keuschheitsgürtel. Jedes Mal, wenn ich weggehe oder wenn du ab jetzt das Haus verlässt – egal ob mit mir oder ohne mich – wird er dir angelegt und verschlossen. Wenn wir beide zu Hause sind, darfst du ihn aber ablegen – weil das für dich ja viel bequemer ist. Du siehst, wie nett ich zu dir bin!

Falls du dich weigerst, diesen ‚Aufpasser‘ zu tragen und du das Haus ohne ihn verlässt, lasse ich dich nicht mehr herein: Der Schlüssel steckt dann von innen im Türschloss, die Kette wird vorgelegt und die Glocke abgeschaltet. Danach lasse ich das Schloss austauschen: Du kannst ab dann gerne bei deiner Flamme hausen oder auf der Parkbank schlafen! Und wenn ich feststelle, dass du an dem Gürtel mit einem Werkzeug hantiert oder eines der Siegel beschädigt hast, werfe ich dich noch im selben Moment, in dem ich den Betrug entdecke, aus dem Haus.

Hi, hi, das könnte für dich durchaus peinlich werden, da du in diesem Augenblick wohl gerade ohne Hosen dastehst!

Also, komm jetzt her, hier ist deine neue Unterwäsche fürs Ausgehen. Die Büroarbeit wird sie nicht behindern – doch ficken kannst du deine Tussi damit jedenfalls nicht mehr.

Die Länge der Taillenkette lässt sich über die Kettenglieder einfach einstellen, im Schritt müssen wir den Gürtel aber noch rasch anpassen…

– –

…und versiegeln.

– –

Jetzt brauche ich ihn nur noch abzuschließen.

– –

Sehr gut: Sitzt ja, wie angegossen!

Ein ungemein beruhigender Anblick: Ab sofort ist dafür gesorgt, dass dir jegliche fremde Bettgeschichte unmöglich ist oder zumindest auffliegt. Nun darf ich tatsächlich volles Vertrauen in deine Treue setzen – und du kannst deine Kräfte ganz für mich aufsparen!“

Sie lacht: „Und da du ja gar nicht fremdgehen willst – und jetzt zweifellos auch nicht kannst – , darfst du in deiner Affäre deine Liebe eben ganz rein und platonisch erleben. Dabei wirst du schon heute Abend erkennen, dass auch diese Form einer Beziehung durchaus von Nutzen sein kann – nämlich als geniale Einstimmung auf unser anschließendes, gemeinsames Vögeln.

Also lass dich ruhig von dem Mädel so richtig aufgeilen und heiß machen! Wie schon meine Großmutter zu Großvater sagte: ‚Appetit darfst du dir woanders gerne holen – doch gegessen wird daheim!‘

Also, bis später – ich warte auf dich!“


Die Selbst-Herstellung dieses Keuschheitsgürtels (für sie und für ihn) finden Sie im Buch Strenge Zucht für Lena: Das Internat für Erwachsene II in Anhang 3.

„Strenge Zucht für Lena“


 

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik


 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Story von Linda und Alexander aus den letzten Blogs

„Lindas Sklave (Teil 1 – Faulheit wird nicht geduldet)“

„Lindas Sklave (Teil 2 – Des einen Leid…)“

„Lindas Sklave (Teil 3 – Das Übliche)“

„Lindas Sklave (Teil 4 – Die lang anhaltenede Strafe)“

„Lindas Sklave (Teil 5 – Lindas schlagkräftige Methodik)“

hat auch eine Vorgeschichte und eine Fortsetzung.

Die gesamte Erzählung ist Teil des neuen Buchs

Strenge Zucht für Lena – Das Internat für Erwachsene II“, das nun erschienen ist.

 

Das Buch gibt es

und auch auf den anderen Amazon-Seiten:

US: https://www.amazon.com/dp/1536953490

UK: https://www.amazon.co.uk/dp/1536953490

FR: https://www.amazon.fr/dp/1536953490

ES: https://www.amazon.es/dp/1536953490

IT: https://www.amazon.it/dp/1536953490

NL: https://www.amazon.nl/dp/1536953490

CA: https://www.amazon.ca/dp/1536953490

und auch auf den anderen Amazon-Seiten:

US: https://www.amazon.com/dp/B01K23IL5A

UK: https://www.amazon.co.uk/dp/B01K23IL5A

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NL: https://www.amazon.nl/dp/B01K23IL5A

CA: https://www.amazon.ca/dp/B01K23IL5A

 

 

Ein kleiner Überblick

Das ursprüngliche Internat für Erwachsene, das in Das Internat – Erziehung für Erwachsene beschrieben ist und dessen angeschlossenes Hotel zugleich auch Arbeitsstelle der Zöglinge ist, ist hoffnungslos ausgebucht. Deshalb bietet das Institut nun eine weitere Möglichkeit an: Wer streng erzogen werden muss und Selbstdisziplin erlernen will (oder soll), kann jetzt auch in einer neuen, ‚Offenen Erziehungsanstalt‘ Aufnahme finden.

Die Zöglinge verlassen in der Früh das Haus, um ihrer jeweiligen Beschäftigung nachzugehen, und kehren nach Arbeitsende sofort und auf dem kürzesten Weg wieder in die Anstalt zurück, wo sie zu Ordnung, Hausarbeit, Pünktlichkeit, gutem Benehmen und striktem Gehorsam erzogen werden. Bedingungen für eine Aufnahme sind ein fixer Job, der dringende Wunsch, die eigenen Gewohnheiten zu verbessern und Disziplin zu lernen, sowie die Eignung und Zustimmung zu strengen Strafen und körperlichen Züchtigungen.

Für die erste Gruppe – vier Damen und zwei Herren – beginnen 180 Tage in diesem harten Erziehungslager, wo sie ein rigoroses Überwachungs-, Kontroll- und Strafsystem erwartet.

Auch Lena gehört zu den ersten Zöglingen.

Aus Einzelgeschichten in diesem Blog oder aus den anderen Büchern kennen Sie bereits einige Personen: Die Zöglinge Martha, Peter und Alexander, sowie die Erzieher Herbert und Linda.

Das Inhaltsverzeichnis (inkl. Seitennummern des Print-Buchs)

In der Erziehungsanstalt: Der erste Tag 5

Herbert und Linda 13

Coaching 13

‚Konsequente Erziehung‘ 18

Ordnung wird zur Regel 21

Sofortstrafen 26

Straflager für Thomas 27

Die neue Strafmethodik 30

Alexander bestraft sich selbst 36

Alexander wird Lindas Sklave 46

Unbewusstes Essen 49

Kaffee und Kuchen 51

Das Disziplin-Camp 53

Die Offene Erziehungsanstalt 53

Linda wird Leiterin des Disziplin-Camps 55

Gertraud und Emil 58

Linda und Alexander 63

Faulheit wird nicht geduldet 63

Des einen Leid… 70

Das Übliche 79

Die lang dauernde Strafe 92

Lindas schlagkräftige Methodik 98

Gudrun 108

Die unerwartete Kontrolle 108

Der Entschluss 110

Die Hilfestellung 111

Die Strafe wird nachgeholt 114

Wochenend-Hausarrest 116

Martha und Peter 120

Nachtstrafe 120

Das Wundermittel 132

Ein besonderer Abend 144

Martha und Peter gehen aus 145

Martha trifft Gudrun 147

Die Frauen sind an allem schuld 149

Die gesunde Alternative 152

Erfahrungen 156

Lena 159

Die Regeln im Camp 163

Die Angst wächst 167

Die erste Strafe 168

Strenge Zucht für Lena 172

Ein Keuschheitsgürtel für Emil 176

Selbstdisziplin 179

Die Instrumente 180

Die Entlassung der ersten Zöglinge 182

Alexander 184

Im Disziplin-Camp 184

Die Bastonade 190

Infibulation – ein Bullenring im Penis 195

Abschied und Ausblick 199

Anhang 1: Links 205

Das PC-Programm ‚Konsequente Erziehung‘ 205

Das PC-Programm ‚Strenge Zucht‘ 205

Mein Blog 205

Meine anderen Bücher 205

Weitere Disziplin­software 208

Anhang 2: Instrumente 209

Die Rute 209

Die Kabel-Gerte 210

Anhang 3: Beschränkungen 211

Der Maulkorb 211

Ein Uni-Sex-Keuschheitsgürtel 213

Anhang 4: Schaden 217

Lindas Schadensformel 217


Der Anhang enthält auch die Beschreibung und Fotos von

  • einer neue Rute,
  • einer Kabel-Gerte,
  • eines „Maulkorbs“ gegen Heißhunger-Attacken (oder auch gegen weitere freche Antworten…)
  • und eines Uni-Sex-Keuschheitsgürtels.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen viel Vergnügen!

Herbert


Die zugleich geplante und im Buch erwähnte Software „Strenge Zucht“ ist weiterhin in Entwicklung und wird nach ihrer Fertigstellung hier vorgestellt werden.

Rudis Pläne

 

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahresende naht – demnächst beginnt wieder ein neues Jahr. Noch haben Sie 14 Tage Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Die guten Vorsätze, die einem später gelegentlich für einige Minuten Magendrücken oder ein schlechtes Gewissen bescheren, helfen erfahrungsgemäß wenig – weil sie meist nur bis höchstens Mitte Januar halten und dann erst zum Jahresende wieder auftauchen.

Um Ziele zu erreichen, braucht man kein schlechtes Gewissen, sondern eine geeignete Vorgehensweise! Es ist deshalb viel besser, sich vorher ausreichend Gedanken zu machen, als nachher zu jammern.

Nutzen Sie Ihren entscheidenden Vorteil, sich für Erziehungsmaßnahmen, Disziplin und Selbstdisziplin zu interessieren, und wohl besser als so manch andere zu wissen, wie man sich selbst (oder andere) motivieren kann.

Lesen Sie dazu (nochmals) meinen Blog vom 28.12.14 Gute Vorsätze“.

 

Heute die beispielhafte Geschichte von Rudi, wie er letzten Dezember seine Pläne für das (nun vergangene) neue Jahr schmiedet.

 


 

Rudis Pläne

Das neue Jahr kommt bestimmt und damit die übliche Rückschau auf das vergangene mitich wollte“ und hätte ich doch“, sowie den üblichen man müsste“, man sollte“, wenn ich doch“ und schließlich ich hätte eigentlich … sollen …“. Das Ergebnis ist auch das übliche – Katzenjammer, dass überhaupt nichts oder viel zu wenig davon passiert ist.

Anfang Dezember hat sich Rudi etwas vorgenommen: Heuer will er es anders angehen. Noch vor der Weihnachtshektik beginnt er mit einer groben Vision, wohin ihn das nächste Jahr führen könnte:

  • Was würde ich gerne erreichen?
  • Was will ich in meinem Leben / an mir selbst verändern?

ER würde dabei bestimmen, was er will – niemand sonst. Vielleicht das Erlernen von Fertigkeiten, der Ausbau seiner besten Fähigkeiten, das Abstellen lästiger Gewohnheiten, das Verändern eines unerwünschten Verhaltens oder einer Eigenschaft, etwa seines Körpergewichts. Keinesfalls soll ihm nochmals passieren, dass er eigentlich etwas unbedingt vollbringen will und durchaus auch könnte – aber es letztendlich dann doch und nur deshalb nicht schafft, weil er die dafür nötige Selbstdisziplin nicht aufbringen kann.

Rudi beginnt, intensiv über Verhalten und Verhaltenssteuerung nachzudenken.

Jede seiner Handlungen kann wohl als

erwünscht – (ausdrücklich) erlaubt – (insgeheim) geduldet – unerwünscht – verboten

klassifiziert werden – und das auf verschiedenen Ebenen. Der Staat, die Politik, die Gesellschaft, Freunde, der Partner, ein Mentor – alle haben jeweils ihre eigenen Interessen und Vorstellungen, und setzen dafür unterschiedliche Durchsetzungs- oder Manipulationstechniken ein. Doch er ist ein Fan der Selbstbestimmung: Schließlich wird ER entscheiden, welche Einschätzung für ihn selbst gilt!

Dabei ist auch das Risiko zu bewerten:

  • Erzeugt/vermehrt das Verhalten eine Gefahr für Leib und Leben (für ihn selbst / für andere)?
  • Für die Gesundheit?
  • Für Vermögen?
  • Drohen Sanktionen?
  • Ist das Vorgehen / das Ergebnis dieses Risiko auch wert?

 

Vor diesem Hintergrund

– will er selbst auswählen, was er erreichen will,

– die Vorgehensweise planen

– und dann das Projekt durchziehen!

 

Also,“ denkt Rudi, was steht an?“

Er nimmt ein Blatt Papier und beginnt, seine Ideen aufzuschreiben.

  1. Im Juni will er mit seiner Freundin Marie nach Spanien auf Urlaub fahren, und dort auch Land und Leute kennen lernen. Da wäre es sehr günstig, etwas Spanisch sprechen können, eine Sprache, von der er derzeit noch keine Ahnung hat.
  2. Sein Gewicht hat er bereits um einiges reduziert und stabilisiert, es ist aber noch etwa 2,5 kg von seinem Zielgewicht entfernt.
  3. Das Rauchen ist bereits auf 5 Zigaretten pro Tag eingeschränkt. Ob er da versuchen sollte, ganz aufzuhören?
  4. Mit Marie wäre zu besprechen, wann sie zusammenziehen werden, wofür eine gemeinsame Wohnung zu planen ist. Würden sie heiraten? Über Kinder waren sie sich einig – die sollten noch etwa drei Jahre aufgeschoben werde.
    Viel Vorbereitung benötigt der Task nicht – Rudi will einfach mit ihr zusammen sein, und sie kann gerne entscheiden, ob das in einer Ehe oder in einer Lebensgemeinschaft stattfinden soll. Auch bei der Wohnung ist er flexibel und hat wenige Bedürfnisse – je nach Maries Wünschen ist dann eben zu prüfen, wie man das Vorhaben finanzieren kann.
  5. Soll er mit ihr seine kinky Vorlieben besprechen? Das eine Mal, als sie einige bereits verblassende Striemen auf seinem Hintern sah, bemerkte er zwar kein Erschrecken, aber doch vielleicht eine gewisse Verständnislosigkeit in ihrem Blick. Und sie sprach das Thema nicht an. Verlieren will er Marie deswegen sicher nicht. Es wäre sehr fein, wenn sie auch hier harmonierten, doch schlimmstenfalls muss er seine Selbstdisziplin eben weiter alleine betreiben und sichtbare Spuren vermeiden.
  6. Beruflich wäre es Zeit für einen weiterer Aufstieg. Sein Wissen und Können auf seinem Spezialgebiet ist exzellent, auch mit Mitarbeitern kommt er gut zurecht. Diese Fähigkeiten zusammen mit seiner Stabilität und Stressresistenz sind für die Firma in Verhandlungen und in der Projektabwicklung nicht nur vorteilhaft, sondern mittlerweile geradezu unentbehrlich. Kommendes Jahr wird er das Thema ansprechen – falls man ihm nicht ohnedies von selbst etwas anbietet. Er muss nur aufpassen und darf nicht allzu lange auf ein Angebot warten – für Karrieregespräche gibt es in der Firma nur jeweils kurze günstige Zeiten.
  7. Seine Eltern sind betagt – genauere Überlegungen und Gespräche darüber, was wäre wenn, sind deshalb anzustellen.

Tja – das ist eine ganze Menge – abgesehen von dem ganzen Kleinkram, der ohnedies laufend auf einen einprasselt!

Jetzt hat Rudi eine grobe Vorstellung davon, was im nächsten Jahr alles passieren soll. Die Punkte wird er nun priorisieren und ordnen – denn nicht alles ist gleich wichtig und gleich dringend.

Dringend und zeitaufwändig erscheint Punkt 1. Wenn er mit Spanisch nicht bald beginnt, wird er bis zum Urlaub nichts Brauchbares erreichen.

[Wenn Ihnen die folgende Ausführungen zu langatmig sind – lesen Sie doch einfach bei „Nun zu Spanisch“ weiter].

Besonders wichtig sind wohl die Punkte 4, 6 und 7.

2 und 3 – Gewicht und Zigaretten – sind hingegen nicht vordringlich: Hauptsache, er kann den derzeitigen Stand gut halten. Weitere Verbesserungen können auf ruhigere Zeiten warten.

Punkt 5 benötigt die Überlegung, wann dafür ein günstiger Zeitpunkt sein könnte oder wie er das Umfeld schaffen kann, um einen ersten Versuchsballon zu starten. Man kann ja selbst Vanillas“ vorsichtig an für einen selbst aufregende Themen heranführen und die gemeinsamen Wünsche und Grenzen herausfinden – doch überfordern will er Marie keinesfalls!

Nach diesem Überblick beschließt Rudi,

  • sich parallel nur auf wenige Ziele zu konzentrieren – sobald er diese erreicht hat, kann er ja dann die nächsten angehen;
  • in den nächsten Tagen genügend Zeit für die genauere Planung seiner Vorhaben freizuhalten – da ist dann immer noch ein wenig Zeit für die Vorbereitungen bis zum Jahreswechsel.
  • Wie für ihn aus der Projektabwicklung klar, braucht jedes der Ziele fürs nächste Jahr ein Start- und ein Endedatum, sowie eine
  • Überprüfungsmöglichkeit, ob es erreicht wurde.

Kurz nach Weihnachten – am 26.12. – beginnt er mit der konkreten Planung.

Er fixiert die Starttermine für die zeitlich kritischen Punkte zuerst:

  • Spanisch muss er sofort beginnen.
  • Seine Karriere wird er mit seinem Vorgesetzten im April besprechen – da sind üblicherweise gute Chancen auf eine Veränderung.
  • Die Zukunft mit Marie wird wohl ein Dauerthema – den Start will er nicht lange aufschieben und legt ihn auf den 6.1. – es ist einfach Zeit, sich dieser Frage zu stellen. Die weiteren Schritte sind aber derzeit noch nicht planbar. Wenn das Zusammenziehen fixiert ist, werden sie das wohl im Bett feiern und die Hochstimmung bietet Rudi dabei womöglich eine gute Gelegenheit, seine Vorliebe für Disziplin anzusprechen.
  • Seine Eltern haben bei den bisherigen gemeinsamen Überlegungen über ihre weitere Zukunft stets den Wunsch nach einem möglichst langen Verbleiben in ihrer gemeinsamen Wohnung betont. Dafür sind allerdings einige bauliche Maßnahmen erforderlich, etwa Bad, Klo und die Schlafzimmertüre zu adaptieren. Dazu wird Rudi mit ihnen zusammen Anfang Februar die notwendigen Schritte festlegen. Die Ausführung könnte man dann für den Herbst planen – Beginn somit 1.9., Ende 1.12.
  • Gewicht und Zigaretten zu reduzieren, ist derzeit nicht vordringlich. Allerdings möchte Rudi das erreichte Niveau strikt einhalten – es war mühsam genug, es zu erreichen! Eine etwaige weitere Reduktion verschiebt er auf die Zeit nach dem Urlaub. Neu zu bewerten somit 1.7.

Er trägt die Daten in seinen Kalender ein.

Nun zu Spanisch.

Ziel ist es, bis 30.5. – dem Beginn seines Urlaubs – genügend Spanisch zu sprechen, um im Land problemlos einkaufen zu können.

Wie viel Zeit will und kann er investieren? Wann (täglich / nur am Wochenende / …)?

Welche Möglichkeiten gibt es? (Sprachkurs, selbständiges Lernen, Lehrer, Spanisch sprechende Bekannte,… – alles hat Vor- und Nachteile, wahrscheinlich muss er ja für einen Erfolg mehrere Arbeitsweisen kombinieren).

Start: Sobald wie möglich, also 1.1.

Vorher Recherche über die verschiedenen einsetzbaren Hilfsmittel.

Entscheidung über die einzusetzenden Hilfsmittel bis 1.1.

Ende des Projekts (zumindest der ersten Phase) 30.5.

Jetzt plant er einmal für die kommenden 5 Monate – also etwa 20 Wochen – grob voraus.

a) Er wird einen Spanischkurs besuchen, der gleich Anfang Januar startet. Der findet ein Mal pro Woche statt und wird ihm die Aussprache nahebringen und Fehler beim Selbststudium vermeiden helfen.

b) Das meiste wird er sich aber im Selbststudium aneignen, wodurch er zeitlich flexibel bleibt, was für seine berufliche Tätigkeit wichtig ist. Dazu hat er nach Rücksprache mit einem Spanisch sprechenden Bekannten ein Sprachbuch mit Audiounterstützung ausgewählt, das den gewünschten Sprachumfang abdeckt.

Zu planen sind nun regelmäßige Übungseinheiten – am besten täglich zur selben Zeit. Dann bildet sich nach einer Weile die nötige Routine, die das Lernen gut unterstützt. Doch bis sich eine Gewohnheit wirklich voll ausgebildet hat, muss er wohl 20 bis 30 Mal üben.

Hm. Ist der Plan überhaupt realistisch? Sonst muss er wohl einen anderen Weg überlegen (etwa doch einen Intensivkurs buchen – aber das geht wegen seiner Arbeit nicht) oder eventuell auch bereits jetzt den Plan verwerfen. Die Alternativen sind, die Spanienreise zu verschieben, seine Freundin gegen eine zu tauschen, die Spanisch spricht (hi, hi!) oder gleich im Schwarzwald Urlaub zu machen.

Wenn er die Aufgabe überschlägt, wird sie wohl gar nicht so leicht zu bewältigen sein. Um sich halbwegs verständlich machen zu können, benötigt man üblicherweise mindestens 800 gut ausgewählte Wörter. 800 Vokabel in zirka 20 Wochen zu erlernen, bedeutet immerhin 40 Vokabel pro Woche! Und es sind ja nicht nur jeweils 40 Wörter neu zu erlernen, sondern ebenso Grammatik und Aussprache, und außerdem muss er laufend alle bereits gelernte Wörter wiederholen und üben.

Hm – das wird ein ambitioniertes Projekt!“, brummt er in sich hinein. Damit das funktionieren kann, werde ich monatliche Kontrollen über die erreichten Teilziele einführen. Dazu setze ich am letzten Samstag des jeweiligen Monats Prüfungen an, somit am 31.1., 28.2., 28.3., 25.4. und zum Abschluss am 30.5.“, legt er fest.

Er plant dazwischen auch wöchentliche Tests: Welche Lektion will er bis Ende Kalenderwoche 1, 2, 3, … bearbeitet haben? Wie prüft er die neuen Vokabel? Wie den laufend zu wiederholenden gesamten Wortschatz? Welche Aufgaben gibt es an den einzelnen Tagen? Die Tests dazu plant er jeweils für die Samstage, an denen keine Prüfung stattfindet.

Er fixiert auch bereits einen Standard: Die Anzahl der Vokabel erscheint zwar zum Erlernen groß, doch für die Verständigung gering. Er benötigt deshalb möglichst jedes einzelne Wort davon, um gut kommunizieren zu können. Bei Tests oder Prüfungen 5% nicht zu wissen, ist deshalb bereits ein Manko, 10% nicht zu können, ist wohl als völlig unzureichend anzusehen.

Sobald er die Planung auf der Ebene wöchentlicher Tests und monatlicher Prüfungen für definierte Teilaufgaben im Kalender vermerkt hat, weiß Rudi, dass er diesen Vorsatz durchziehen wird.

Für das Absolvieren der täglichen Übungseinheiten und für die Ergebnisse der Tests und der Prüfungen wird er entsprechende Belohnungen, aber auch strenge Sanktionen vorsehen – das wird ihn fest bei der Stange halten!

Doch wie soll er sich für die Aufgabe motivieren? Klar ist, er muss mindestens 3, besser 4 Übungseinheiten pro Tag schaffen: Eine mit neuem Stoff – wahrscheinlich die längste -, eine zum Üben des neu Erlernten (Hausaufgaben“) und eine oder zwei für die Wiederholungen. Mit weniger Arbeit ist das Ziel nicht zu schaffen. Jede Einheit weniger als 3 pro Tag wird deshalb bestraft!“, nimmt er sich vor.

Er entscheidet sich, für jeden Test und jede Prüfung, die mindestens zu 95% fehlerlos sind, zur Belohnung ein goldenen Stern auf das Testheft zu kleben. Sieht zwar richtig kindisch aus“, denkt er, irgendwie freue ich mich aber darüber. Es macht mich stolz auf das bereits Erreichte, und es wirkt. Außerdem darf ich zur Belohnung dann am nächsten Morgen – da ist ja Sonntag – eine halbe Stunde länger im Bett bleiben. Ha, ha – noch länger als jetzt geht aber gar nicht, also muss ich festlegen, dass ich ab sofort sonntags immer eine halbe Stunde früher auf muss, damit ich mich für eine gute Leistung überhaupt belohnen kann!“

Für Testergebnisse zwischen 90 und 95% richtiger Antworten gibt es einen silbernen Stern, aber keine weitere Vergünstigung. Für jede schlechtere Arbeit erwartet ihn ein schwarzer Stern – plus eine heftige Bestrafung! Die Sterne bieten ihm zusätzlich einen guten Überblick über seinen Lernverlauf.

Er wird gleich mit ganzer Kraft anfangen und sich nichts durchgehen lassen! Schwarze“ Pädagoginnen, die sich gut auf Disziplin verstanden, wussten immer schon, dass man gleich von Beginn weg hart durchgreifen muss; nachlassen kann man dann immer noch (dazu gab es aber ohnedies nie eine Notwendigkeit – wozu auch?). In Das Internat – Erziehung für Erwachsene“ hat er unlängst im Kapitel Der Erziehungs-Workshop“ gelesen – und es hat ihm richtig gefallen – , wie es Emily gelingt, die Aufmerksamkeit ihrer Workshop-Teilnehmer mit fester Hand ganz schnell auf den Lerngegenstand zu konzentrieren.

 

 

Bleibt noch die kritische Aufgabe, das rigorose Selbstdisziplinsystem über die gesamte Zeit konsequent aufrecht zu erhalten. Das ist nicht einfach, und ein Partner oder ein Mentor wären dabei sehr hilfreich. Da er jedoch zumindest derzeit niemanden zur Verfügung hat, wird er sich vom PC-Programm Konsequente Erziehung“ motivieren lassen. Jeder schwarze Stern, aber auch jede versäumte Übungseinheit bringen ihm zusätzlich zu der vorgesehenen Prügelstrafe je einen Strafpunkt und damit weitere Strafen ein.

Zur Erleichterung der ohnedies schwierigen Aufgabe und um sich nicht zu sehr zu überfordern, hat er andererseits ja die weitere Zigaretten- und Gewichtsreduktion ausgesetzt. Eine Überschreitung des aktuellen Grenzwertes würde er allerdings in beiden Fällen ebenfalls hart sanktionieren.

 

Er will jedenfalls einen Erfolg! Ein leises Sterbenlassen seiner Vorsätze wird er nächstes Jahr keinesfalls mehr tolerieren!

Er startet Konsequente Erziehung“ und trägt die neuen Vorschriften und Regeln ein.

Ja, diesmal wird er die festgelegten Ziele erreichen!


 Wenn Sie für Weihnachten noch für sich selbst oder Ihre(n) Liebste(n) Do-It-Yourself Strafinstrumente oder Anregungen und Spielideen suchen, werfen Sie dazu doch auch einen Blick in meine Bücher: Melanie muss abnehmen“ + Melanie II“ + Das Internat – Erziehung für Erwachsene“. Hier finden Sie sicher noch einige interessante Möglichkeiten.

Gute Vorsätze – und dann deren konsequente Umsetzung – wünscht Ihnen

Herbert