Nachtstrafe (Teil 1)

 

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik


 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute die Geschichte von Marthas Selbstbestrafung.

Der Titel könnte auch „Martha und Peter 1“ lauten.


 

„Ah!“, entfährt es Martha ärgerlich, und sie schimpft sich selbst tüchtig aus: „Jetzt ist es aber wirklich genug! Was fällt dir denn ein? Du blöde Kuh kannst offenbar nicht aufpassen und bringst dich noch in Teufels Küche. Wie oft muss ich dir noch sagen: Mach keinen Unsinn! Nun warte, ich werde dir schon beibringen, dass du gut überlegen musst, wie es weiter geht, bevor du etwas Verrücktes beginnst!“

Nicht nur dass sie heute bereits einige Fehler begangen hat, war der letzte auch noch richtig gefährlich gewesen. Zwar ist zum Glück nichts passiert, doch Martha hat für sich beschlossen, leichtsinnige Handlungen stets zum Anlass für entsprechende Konsequenzen zu nehmen.

„Genau,“ sagt sie, „Martha, jetzt reicht es – heute bist du dran! Für deine übergroße Dummheit verhänge ich zwei Stunden Nachtstrafe plus die dafür angemessene, strenge Auspeitschung mit der Geißel.“

Die neu ausgedachte Strafe beschäftigt sie schon seit Tagen, sie hat sie gut überlegt und geübt, und die nötigen Geräte sind schon vorbereitet.

Martha erstellt für heikle Szenarios auch jeweils eine Kontrollliste, deren Punkte der Reihe nach penibel abzuarbeiten sind, um ja nichts Wichtiges zu vergessen.

Diese nimmt sie nun zur Hand:

Checkliste Nachtstrafe

  • Zeitpunkt wählen: Passt der Zeitpunkt? Was ist morgen in der Früh?

Ja, der Zeitpunkt passt gut. Heute ist Freitag und morgen hat Martha frei, was zusätzliche Sicherheit bietet. Sie hakt den Punkt ab.

  • SICHERHEIT: Freund / Bekannte mit Schlüssel anrufen und für den Vormittag bestellen.

Martha greift zum Handy. „Hallo, Peter,“ meint sie, „Liebling, wie geht es dir so? Schon schade, dass du heute Abend mit deiner Firma weggehen musst. Aber morgen könnten wir uns ja gleich in der Früh sehen. Komm vielleicht einfach so etwa um 9 Uhr vorbei, da können wir dann das Weitere überlegen. Nimm jedenfalls deinen Schlüssel mit. Falls ich nicht öffne, schließe dir selbst auf – vielleicht bin ich gerade im Garten…“ Der Punkt wird abgehakt.

Sie hat Peter noch nichts von ihrer geheimen Leidenschaft erzählt – und im Moment möchte sie das auch nicht. Nicht, dass sie Angst davor hätte, er könnte sie dann womöglich verlassen – eher das Gegenteil beschäftigt sie. Er ist ein recht wohlerzogener, junger Mann, zuvorkommend und sanft, Eigenschaften, die sie durchaus schätzt! Was, wenn er womöglich Gefallen daran findet, sie zu dominieren? Einmal Sklavin – immer Sklavin? Nein, also das will sie ganz bestimmt nicht! Einen Sadisten, der sie ihr Leben lang täglich prügelt, ausnützt und missbraucht – so etwas ist wohl nicht allzu schwer zu finden. Doch jemanden, der ein oder zwei Mal in der Woche – und genau dann, wenn sie Lust auf eine Bestrafung hat – auf ihre Wünsche eingeht, die richtige Härte dabei aufbringt, sie aber sonst ein nettes, normales Leben führen lässt – wo gibt es so etwas schon? Also hat Martha beschlossen, dass sie ihre diesbezüglichen Bedürfnisse vor Peter vorerst geheim halten und weiterhin selbst befriedigen wird. Hierbei dient er ihr derzeit einfach nur als Lebensversicherung.

„Hi, hi – vielleicht wird ja auch das Gegenteil interessant,“ denkt sie, „irgendwann könnte ich doch ‚Strenge Lehrerin‘ mit Peter spielen, ihn für Ungehorsam bestrafen – und so richtig leiden lassen!“

Mit sich selbst und ihren Verfehlungen wird sie allemal auch alleine fertig! Noch dazu kann sie dabei die Sanktionen so festlegen, dass sie die optimale Wirkung entfalten: Maximale Abschreckung oder maximalen Spaß!

Sie arbeitet die nächsten Punkte der Liste ab:

  • Vorbereiten: Handschellen, Befestigungsschlinge, Nummernschloss, Schutzabdeckung für Türstock.
  • Prüfen der Handschellen: Funktioniert das Aufschließen problemlos? Schlüssel auf den Tisch legen.
  • Prüfen des Nummernschlosses: Lässt es sich mit Code 0000 öffnen?
  • Einstellen der gewünschten Weckzeit.

Martha geht zum Wecker und stellt ihn auf 3 Uhr 55.

  • SICHERHEIT: Haustüre absperren, Schlüssel ABZIEHEN.
  • SICHERHEIT: Kette NICHT vorlegen. Alarmanlage NICHT einschalten.
  • Prügelinstrument bereitlegen.
  • Türstockpranger vorbereiten.

Martha arrangiert nun alles für die nächtliche Standstrafe:

Das Türband des Türstocks benutzt sie als Anker: Dort werden mittels Seilschlinge und Nummernschloss die geöffneten Handschellen fixiert, wobei der Knoten der Seilschlinge auf der abgewandten Türseite zu liegen kommt und damit nicht zugänglich ist.

Martha wird auch darauf achten, dass die Handschellen so gedreht angelegt werden, dass sich das Schlüsselloch auf der richtigen Seite befindet, sie also später trotz Fesselung den auf dem Tisch liegenden Schlüssel leicht ins Handschellen-Schoss stecken und drehen kann.

Die Handfessel ist am Türstock so hoch befestigt, dass Martha zu dauerndem Stehen gezwungen sein wird: Sie kann mit den Knien den Boden nicht erreichen, und somit ist selbst ein Niederknien unmöglich.

Die am Nummernschloss eingestellte Zahl hat sie nun bereits zufällig verstellt, in der Nacht wird sie ohne Licht den richtigen Code zum Öffnen des Schlosses nicht einstellen können.

Und zwischen Handschellen und Türstock kommt jetzt als Schutzabdeckung noch ein Stück Karton – der Türstock soll doch nicht zerkratzt werden!

 

Nach den Vorbereitungen fällt Martha ins Bett, findet jedoch kaum Ruhe – zu sehr beschäftigt sie die Furcht vor den kommenden Strafen.

Um 5 Minuten vor 4 Uhr wird sie vom Wecker unsanft aus ihren wirren Träumen gerissen. Mühsam erhebt sie sich, macht Licht und prüft nochmals, ob wirklich alles für ihre Strafe bereitliegt.

Dann löscht sie das Licht und öffnet die Vorhänge. Der Mond scheint nur schwach und erhellt das Zimmer gerade genug, dass sie sich – schlaftrunken und recht widerwillig – zu ihrem Fesselautomaten begeben kann. Was hat sie sich denn da wieder ausgedacht!? Bevor sie es sich aber noch einmal anders überlegt, schiebt sie die Hände in die Handschellen und lässt die Bügel einrasten.

Um 4 Uhr beginnt ihre Nachtstrafe am Pranger.

 

FORTSETZUNG hier: Nachtstrafe (Teil 2)


 

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Herbert M.

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