Strafsystem

Bild

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bei vielen „Selbstdisziplinern“ taucht immer wieder der Wunsch auf, ein PC-Programm möge ihr Benehmen kontrollieren, für Vergehen Strafen festsetzen und deren Ausführung überwachen. Es gibt mittlerweile auch verschiedene Programme, die diesen Anspruch mehr oder weniger erfüllen.

Eine Variante, die noch dazu „maßgeschneidert“ werden kann, ist jedoch auch einfach mittels einer Liste, über Einträge im Kalender, und mit einem Würfel zu realisieren.

Die Liste hält fest, was und wann kontrolliert wird:

  • Vorschriften, was zu tun ist,
  • Regeln, die einzuhalten sind,
  • Handlungen, die bestraft werden.

Hier kann man bereits seine Intentionen voll einbringen: Will man oft zum Nervenkitzel Sanktionen erleben, oder möchte man bestimmte Gewohnheiten ändern, oder …
Will man häufig bestraft werden, so wird man eine lange Liste von engen Vorschriften erzeugen, wo zwangsläufig Übertretungen erfolgen müssen.
Will man einzelne Verhaltensweisen verändern, dann wird die Liste kurz sein und so gestaltet, dass sie im Prinzip leicht eingehalten werden kann – wenn man seine Gewohnheiten ändert.

Im Kalender werden die zu kontrollierenden Vorgaben eingetragen und bei Erfüllung abgehakt; er dient auch als Strafbuch, mit dem Vermerk der Verfehlung, der Strafe und des Strafmaßes, sowie deren Ausführung. Die Einträge erfolgen am besten nicht in Klartext sondern entsprechend codiert – man weiß nie, wer eventuell sonst noch einen Blick in den Kalender werfen kann.
Im Kalender kann auch leicht nachvollzogen werden, wann die letzte Übertretung dieser Vorschrift erfolgte und ob deshalb eine Strafverschärfung angebracht ist.

Die Strafe selbst kann entweder für die einzelnen Verfehlungen im Voraus festgelegt sein oder mittels Würfel aus einer Liste gewählt werden. Die Strafhöhe kann als Summe mehrmaligen Würfelns ein Zufallselement erhalten, das eine glockenförmige Wahrscheinlichkeitsverteilung um einen Mittelwert erzeugt („gute Laune / schlechte Laune“ siehe voriger Blog).
Solch ein Selbstdisziplin-System mit einer Liste an Vorschriften, den Kalendereinträgen (mit Überlegungen zu der Codierung der Einträge – doch am besten erfinden Sie ihre eigene!) und einer Strafauswahl mittels Würfel wird in
„Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin“
beschrieben. Dort findet sich auch noch ein zusätzliches Punktesystem, das jeden Freitag ergänzend eine Betragen-Strafe für die ganze vergangene Woche ermittelt.

Das System ist einfach aufzubauen, effektiv und maßgeschneidert.

Beste Grüße

Herbert

Würfel

Bild

Nur für Erwachsene – BDSM – Erotik

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Würfel haben mich immer schon fasziniert. Man kann mit ihnen spielen, und dabei gewinnen oder verlieren, man kann mit ihrer Hilfe aber auch das Schicksal wählen lassen: Eine zufällige Auswahl aus 6 Möglichkeiten.

Wenn es dabei um die Festlegung und Bemessung einer Strafe geht, ist das Nervenkitzel pur, denn der Würfel ist unberechenbar, etwa so wie gute oder schlechte Laune…

Ein kleines Spiel: Stripwürfel

Zwei (eventuell auch mehr) Teilnehmer. Man vereinbart eine bestimmte Anzahl von Runden (z.B. drei). Am besten haben beide gleich viele Kleidungsstücke an!

Wer die höhere Augenzahl wirft, gewinnt die Runde. Bei gleichen Zahl wird nochmals gewürfelt.

Der Verlierer muss nun die von ihm selbst gewürfelte Zahl von Kleidungsstücken ablegen. Falls er nichts mehr abzulegen hat, erhält er vom Gewinner für die (weiteren) gewürfelten Augen mit dem Stöckchen einen Streich pro Auge. Der Ort dafür kann ebenfalls „erwürfelt“ werden…

Für sich selbst oder für andere Strafen festlegen

Art der Strafe, Instrument, Ort, Stellung, Dauer, Anzahl,…, all das lässt sich mit Hilfe eines Würfels zufällig bestimmen. Der Würfel erzeugt eine lineare Zufallswahl, jede Seite ist gleich wahrscheinlich.

Zum Beispiel würfeln Sie einmal, um ein Strafinstrument auszuwählen:
1 = Stock
2 = Peitsche
3 = Tawse
4 = Rute
5 = Martinet
6 = Paddel,
oder was immer Sie an Instrumenten zur Verfügung haben.

Danach wird der Ort bestimmt:
Falls 3 = Tawse gewürfelt wurde, liegt es nahe, aus zwei Orten zu wählen: Sie würfeln nochmals:
1, 2, 3 = Handflächen
4, 5, 6 = Gesäß
(Für die Auswahl aus zwei Möglichkeiten könnte man natürlich auch eine Münze werfen…)

Wurde 1 = Stock gewürfelt, wählt der weitere Wurf 1 = Handflächen, 2 = Rücken, 3 = Hinterteil, 4 = Schenkel, 5 = Waden, 6 = Fußsohlen

Bei Peitsche vielleicht 1, 2 Rücken; 3, 4 Sitzfläche; 5, 6 Brust und Bauch; usw.

Und wenn es 4 oder 5 Möglichkeiten zur Wahl gibt? Falls eine Zahl gewürfelt wird, die nicht mit einer der Auswahlmöglichkeiten verknüpft ist, wird nochmals gewürfelt!

In Melanie I („Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin“ (https://sites.google.com/site/herbertmentor/ ) wird so z.B. im Teil 9 aus den Strafstellungen

1 = Auf allen Vieren
2 = Knien mit Vorstrecken der Arme
3 = Murgha und
4 = Stehen mit den Händen auf dem Kopf gewählt.

Falls der Würfel auf 5 oder 6 fällt, wird einfach nochmals gewürfelt, bis eine gültige Auswahl getroffen ist. So bleibt die lineare Zufallsauswahl intakt.

Falls mehr als 6 Möglichkeiten zur Auswahl stehen, fasst man diese Möglichkeiten zu Gruppen zusammen. Dann bestimmt man mit dem ersten Würfelrollen eine der Gruppen, mit dem nächsten aus dieser Gruppe einen Eintrag.

Gute Laune / schlechte Laune

Jetzt verwenden wir zwei Würfel – oder wir werfen einfach zweimal hintereinander. Die Augen beider Würfe (oder der beiden Würfel) werden addiert.

Diese Summe ist nun nicht gleichverteilt!

Die Wahrscheinlichkeit ist die Anzahl der Möglichkeiten, eine bestimmte Würfelsumme zu erzielen, geteilt durch alle Möglichkeiten von zwei Würfen (=36).

Bild

Bild

Man sieht deutlich, dass bei zwei Würfen die Summe 7 mit der höchsten Wahrscheinlichkeit erzielt wird (was aber nicht heißt, dass 2, 5 oder 12 nie auftreten – nur eben seltener).

Nun kann man mittels zweier Würfel die Anzahl der Schläge festlegen, wobei der Zufall dabei eine gewisse Abweichungen von der präferierten Anzahl erzeugen kann (und damit gute Laune / schlechte Laune simuliert).

6 bis 36 Hiebe (21 ± 15)

Etwa könnte man bestimmen: Die Anzahl der verabfolgten Hiebe ist gleich der Summe der beiden Würfel mal 3. Dadurch streckt sich die Anzahl in Dreierschritten, und es werden nun mindestens 6 Hiebe und maximal 36 verhängt, mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bei 21.

25 ± 5 Hiebe

Eine Multiplikation streckt den Bereich (siehe oben), während eine Addition eine Verschiebung erzeugt: Wenn ich zur Summe zweier Würfel einfach 18 addiere, habe ich dadurch der Bereich von 20 bis 30 Streichen abgedeckt, mit dem Maximum der Wahrscheinlichkeit bei 25.

Ein bisschen Experimentieren (oder Rechnen) ergibt eine Menge an Möglichkeiten. Die Summe dreier Würfel (oder von drei Würfen hintereinander) hat z.B. eine steilere Kurve, so dass die durch den Zufall simulierte gute/schlechte Laune heftiger, aber seltener auftritt. Der Bereich geht bei drei Würfeln von 3 bis 18 Augen mit einem Maximum bei 10 und 11.

Viel Spaß beim Probieren!

Herbert


Meine Bücher:

Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin

Melanie II: BDSM – Spiel und Ernst

Das Internat – Erziehung für Erwachsene

Bemühen vs. Erfolg

[Der Blog sowie die Bücher, auf die Bezug genommen wird, sind nur für Erwachsene bestimmt. Alle Personen in den angesprochene Büchern sind ebenfalls Erwachsene, die ihr eigenes Verhalten verändern wollen.]

Hier folgt eine Vorschau auf ein soeben entstehendes Kapitel im Buch Melanie II. Naturgemäß kann sich daran in den nächsten Wochen auch noch etwas ändern…

Natalie, eine Freundin Melanies, ist auf Besuch.

Klavier

Natalie ist ganz eifrig. „Kann ich das System nicht auch beim Klavierspielen einsetzen? Wenn ich einen Fehler mache, bestrafe ich mich und gewöhne mir so ein genaues Spiel an.“

Das ist ganz falsch! Du sollst Spaß am Klavierspielen haben, nicht Angst davor! Und wenn du Spaß daran hast, gibst du ohnedies automatisch dein Bestes! Das einzige, was du hier zielführend sanktionieren kannst ist, wenn du nicht übst. Für Nicht-Üben ist eine Strafe angebracht, denn dies verhindert den erwünschten Fortschritt. Alles andere aber erzeugt nur Auftrittsangst!“

Natalie lächelt: „Nun gut, ich werde mich ab sofort wieder ’normal‘ benehmen und mich nur fürs Zu-Spät-Kommen und fürs Faulenzen bestrafen.“

Was du noch tun kannst, ist, das Üben mit einer Belohnung zu koppeln, oder besser gesagt mit einem Privileg, oder einer Annehmlichkeit. Also: Zuerst üben, dann gibt es Abendessen: Kein Üben – kein Abendessen! Oder zuerst üben, dann darfst du Fernsehen: Kein Üben – kein Fernsehen!

So kann man gut strukturierte Gewohnheiten bilden: Erst nach dem morgendlichen Turnen gibt es Frühstück. Erst nach dem Joggen gibt es wieder Kaffee. Erst nach dem Zusammenräumen gibt es Mittagessen. Erst wenn alles weggeräumt ist, darf man auf dem PC spielen oder schlafen gehen oder sonst etwas.

Diese Methode weckt zwar nicht unbedingt Begeisterung für ungeliebte Tätigkeiten, aber durch die regelmäßige Kopplung der Tasks gewöhnt man sich an die gewünschten Abläufe, und man wird die darin eingebauten Tätigkeiten nicht so leicht aufschieben.

Je regelmäßiger die Abläufe eingehalten werden, desto rascher und fester prägen sie sich ein. Doch ist dabei natürlich trotzdem Flexibilität vonnöten, denn jeder hat andere Randbedingungen in seinem Tagesablauf und muss seine Handlungen bei Bedarf an veränderte Umstände und kurzfristige Notwendigkeiten anpassen. Da zeigt sich aber auch, dass niemand anderer so genau die Situation kennt und den Ablauf überwachen kann, wie man selbst – ein wesentlicher Vorteil der Selbstdisziplin.

Das bringt mich zu der Frage, was man bewerten soll: Einsatz oder Ergebnis? Was soll man sanktionieren: Faulheit oder Versagen?“

Ja, diese Frage stelle ich mir auch oft. Wenn ich Klavier übe, ist es wichtig, das Üben optimal zu planen und mich intensiv zu konzentrieren und zu bemühen. Wenn ich auftrete, zählt aber nicht die ganze Arbeit davor, er zählen weder Anstrengung noch Einsatz, sondern nur, ob ich künstlerisch und technisch erfolgreich bin.“

Genau. Wobei das Bemühen von außen ja gar nicht leicht zu kontrollieren ist, das Ergebnis aber schon. Anderseits ist das Gelingen von Vielem abhängig, auch von Zufällen. Aber gerade bei Auftritten ist es fatal, einen Misserfolg oder Fehler zu bestrafen. Ich kenne Künstler, die ihre beginnende Karriere abbrechen mussten, weil sie immense Auftrittsangst entwickelten – höchstwahrscheinlich, weil sie für Fehler bestraft worden waren. Vernünftiger wenn auch schwieriger ist es, das Bemühen abzuschätzen und zu bewerten, der Erfolg wird sich bei ausreichender Anstrengung dann schon einstellen. Und für sich selbst kann man ja sehr gut beurteilen, ob man nur gewartet hat, bis die ‚vorgeschriebene‘ Zeit vergeht, oder ob man intensiv bei der Sache war.

Also, wie du sagtest: Du solltest dich nur bestrafen für deinen Fehler ‚zu spät zu kommen‘, an dem wir ja weiterhin gemeinsam arbeiten, und für Faulenzen im Sinne von Nicht-Üben oder laschem Üben!“

Auf dem Weg in die Küche, um zu sehen, wie weit Melanies Vorbereitungen gediehen sind, wandert Natalies Blick zum Schirmständer: „Ich bekomme regelmäßig Gänsehaut, wenn ich sehe, dass Melanie so grässliche Strafinstrumente wie den langen Metall-Schuhlöffel öffentlich herumstehen lässt! Aber klar, anderen fällt bei seinem Anblick eine weitere Einsatzmöglichkeit ja gar nicht auf.“

Sie lächelt: „Ich dagegen durfte ihn schon an anderer Stelle ausprobieren, wie du weißt!

Bild

Manchmal finde ich es schade, wenn es keinen Anlass zu einer Bestrafung gibt!“

Ja, soweit ein Kapitel-Teil aus Melanie II.

Die Vorgeschichte Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin“, finden Sie auf

https://sites.google.com/site/herbertmentor/

Beste Grüße

Herbert

PS: Inzwischen ist Melanie II erschienen: Melanie II: BDSM – Spiel und Ernst.

Strafstellungen

In Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin werden verschiedene Strafstellungen eingesetzt, so das Knien mit vorgehaltenen Händen, Strafe Stehen, Auf allen Vieren und Murgha.

Bild

Man sollte sich nicht durch einfache Vorstellung oder Überlegung täuschen lassen: Strafstellungen sind üblicherweise höchst unangenehm und schmerzhaft – es kommt bloß auf die Dauer an.

Am besten probiert man selbst aus, wie sie wirken. Schon bald wird man merken, dass beim Knien mit vorgehaltenen Händen, Auf allen Vieren oder Murgha der peinvolle Effekt bereits nach wenigen Minuten einsetzt. Stehen kann man viel länger ertragen, doch neben den schmerzenden Füßen quälen einen zusätzlich Langeweile und die Bewusstheit der verlorenen Zeit.

Strafen sind nur wirksam, wenn sie gehörig ekelig sind. Strafstellungen sind dafür jedenfalls bestens geeignet.

Siehe https://sites.google.com/site/herbertmentor/

Herbert