Auswahl der Strafe

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wählt man als Mentor für seinen Schützling eine Strafe aus?

Wie wählt man selbst für sich eine Strafe aus?

Ich setze hier voraus, es handelt sich nicht gerade um ein Spiel, sondern um die ernste Anstrengung, schlechte Gewohnheiten abzulegen.

  • Konsequenz – ein Schlüsselwort! Bei Selbstdisziplin ist sie nicht einfach durchzuhalten und kann somit eine der schwierigsten Abweichungen von „sich selbst bestrafen“ zu „von einem anderen bestraft zu werden“ bedeuten. Wobei aber die Selbstüberwachung einen eindeutigen Vorteil darstellt – niemand sonst kann diese Beaufsichtigung so lückenlos durchführen!
  • The Punishment should fit the crime – nun gut, das heißt eben, einfache Verfehlungen nicht zu dramatisieren, schlimme Übertretungen oder Wiederholungen jedoch hart zu sanktionieren.
  • Abschrecken – die Strafe sollte so ein, dass der Delinquent bereits während der Bestrafung den festen Vorsatz fasst, diese Verfehlung nie wieder zu begehen, schon, um einer Wiederholung der Strafe zu entgehen.
  • Ankern – ein wichtiges Konzept: Wenn die Strafe automatisch erinnert wird, weil eine Assoziation zwischen dem aufkeimenden Gedanken an eine Übertretung und der schmerzhaften Konsequenz hergestellt wird, wird die Befolgung der Regel wesentlich unterstützt. Der Automatismus Idee der Übertretung– Übertretung – Lustgewinn wird dadurch gestoppt, und es können neue Gewohnheiten gebildet werden.

    Beispiel aus Melanie: Fürs Nasenbohren bei Tisch gibt es Schläge mit der Ferula auf Hand und Finger. Für eine Weile sorgen die geschwollenen Finger dafür, dass das Nasenbohren nahezu unmöglich wird, aber auch später ist die Assoziation zwischen Nasenbohren und schmerzenden Fingern hergestellt, sodass diese Unart nicht mehr unbewusst ausgeführt wird. Nasenbohren im Klo ist erlaubt, trotzdem tritt die Assoziation auch hier auf. Doch im Klo kann sich Melanie nun bewusst eine Erlaubnis erteilen.

  • Strafen dürfen nicht angenehm sein. Da es hier um wirkliche Strafe handelt, sind die Dinge gefragt, die besonders unangenehm sind. Nichts, was man „zum Spielen“ gern hat! Also: Schmerzen, die man nicht mag (z.B. Schläge auf nicht erotische Stellen) und Restriktionen, die einem vielleicht gleich die Tränen in die Augen treiben (z.B. Handyverbot, Autoverbot oder dergleichen).

Dennoch gibt es eine Unmenge an möglichen Strafen.

In Melanie wird üblicherweise eine dreifache Strafe gewählt:

  • Eine Nachdenkstrafe: Eine schmerzhafte Strafstellung mit Zeit zum Reflektieren des Vergehens und zum Antizipieren der noch kommenden Strafe;

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  • eine Prügelstrafe: Je nach Vergehen werden Instrument, Ort und Anzahl der Schläge festgelegt;
  • eine Restriktion oder eine Arbeitsstrafe.

Bei Selbstbestrafung wird ein Würfel eingesetzt, um die Strafe aus einer Liste auszuwählen – das ist eine einfache Möglichkeit, ein Zufallselement ins Spiel zu bringen.

In der Fortsetzung von Melanie (ich komme recht gut voran, bin nun etwa bei Seite 150) wird es hierzu weitere Anregungen geben.

Bis dahin verweise ich Sie auf Melanie muss abnehmen: BDSM – Erziehung und Disziplin. Infos gibt es dazu auch auf https://sites.google.com/site/herbertmentor/

Eine gute Strafauswahl ist jedenfalls oft essentiell für den Erfolg!

Herbert

PS: Melanie II: BDSM – Spiel und Ernst ist mittlerweile bereits erschienen.

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